Die wechselvolle Geschichte Schlesiens spiegelt sich zum Teil auch in den Spielen wider, die über die Jahrhunderte in diesem Raum entstanden sind oden ihn zum Thema haben. Das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen in Nordrhein-Westfalen zeigt in einer Ausstellung ab 9. November diese Kulturzeugnisse.
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| Ein Eisenbahnspiel zum Thema, um 1890, von einem unbekannten Hersteller.
Bild: OSLM |
Puzzles, geografische Lottospiele, Eisenbahn- und Omnibusspiele machen spielerisch mit den Landschaften und Städten, wie dem Riesengebirge samt Schneekoppe, Breslau, Neisse und Hindenburg vertraut. Quartettspiele stellen häufig bedeutende Persönlichkeiten wie Literaten, Maler und Komponisten vor. An erster Stelle stehen dabei große Dichter, z.B. Gerhart Hauptmann, Joseph von Eichendorff, Gustav Freytag und Martin Opitz.
Forschungsreisende, Feldherren und historische Ereignisse – wie die Schlesischen Kriege – werden in Geschichtsquartetten behandelt.
Seltene Leihgaben
Die Geschichte einiger Hersteller von Spielen bietet auch wirtschaftshistorische Einblicke. In Schlesien ragen zwei Verlage heraus, die sich besonders dem Druck von Spielkarten widmeten. In Breslau produzierten die Werkstätten der Familie Tiratschek. Der Verlag Flemming & Wiscott in Glogau gab zwischen 1924 und 1945 alleine 156 (!) verschiedene Kartenspiele heraus.Ermöglicht wird die Ausstellung durch seltene Leihgaben aus dem Kreis der "Freunde und Sammler von Familienkartenspielen". Ein besonderer Dank des Museums gilt den Spielesammlern Klaus Thiel, Dieter Mensenkamp, Rudolf Rühle, Ernst Krumbein und Gretel Meier.
Im Begleitprogramm zur Ausstellung gibt es Spiel- und Aktionstage sowie museumspädagogische Angebote, darungter auch eine Fachtagung der "Freunde und Sammler von Familienkartenspielen" am 15. November.


