Deutschland hat sein Kreuz mit dem Kreuzchen-machen. Der neue Glücksspielstaatsvertrag komme den Staat teuer zu stehen, warnt der Deutsche Lottoverband. Fast fünf Milliarden Euro würden ihm bis 2011 entgehen.
Seit dem 1. Jänner 2008 ist der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Für einige Regelungen, wie beispielsweise das Verbot von Glücksspielen im Internet, gilt allerdings noch eine Übergangsfrist bis Jahresende, so dass erst 2009 die vollen Konsequenzen des Vertragswerkes spürbar werden.
Schon mehrmals sind wie berichtet in diesem Jahr die Wogen hoch gegangen. Die staatlichen Einnahmen aus dem Glücksspiel seien bereits massiv gesunken, nachem die ersten Maßnahmen des Staatsvertrages zur Reduzierung von Vertrieb und Werbung umgesetzt wurden. Für 2008 erwarten Experten ein Minus für die Staatseinnahmen von rund einer Milliarde Euro und in Folge dessen mehr als 500 Millionen Euro Fördergelder weniger für Wohlfahrtseinrichtungen und Breitensport.
Morgen Freitag will der Deutsche Lottoverband dazu neue und konkrete Zahlen vorlegen. Die dafür in Auftrag gegebene "Studie über die Auswirkungen des Glücksspielstaatsvertrages zum Lotterie- und Sportwettmarkt auf die deutsche Volkswirtschaft" prognostiziert gravierende Folgen für den deutschen Lotterie- und Sportwettmarkt. Bei einer Pressekonferenz in Bonn sollen auch die Auswirkungen auf Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt erstmalig vorgestellt werden.

