Die Jury Spiel des Jahres hat heute nicht nur die Nominierungen für die beiden Hauptpreise und ihre Empfehlungslisten veröffentlicht – 2008 gibt es auch einen Sonderpreis. Er geht für "Komplexes Spiel" an Agricola. Das Spiel ist von Uwe Rosenberg, erschienen ist es in seinem Kleinverlag Lookout Games. Uwe Rosenberg ist unter anderem Autor von Bohnanza.
Agricola ist für einen bis fünf Spieler ab 12 Jahre und dauert etwa zwei Stunden.
Die Jury schreibt dazu auf ihrer Homepage: "Landwirtschaft war im 17. Jahrhundert keine leichte Aufgabe. Es gab viel zu tun: Tiere hüten, Zäune und Ställe bauen, Äcker bestellen, säen und ernten. Und außerdem musste das Wohnhaus für die wachsende Familie immer wieder vergrößert werden. „Agricola“ ist ein Entwicklungsspiel. Es beginnt vergleichsweise langsam, eröffnet aber bald eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Die Spieler können sich über Ausbildungen spezialisieren und Anschaffungen machen. Beides bringt ihnen Vorteile. Nur wer seine Familie ernähren und am Ende einen funktionierenden Hof vorweisen kann, hat Siegchancen. Das Spiel stellt wegen seiner Materialfülle und der ausführlichen Regel hohe Ansprüche an die Spieler. Sie werden dafür in jeder Partie aufs Neue mit einer faszinierenden Spielewelt belohnt."

Man hört nicht auf zu spielen, weil man alt wird, sondern man wird alt, wenn man aufhört zu spielen.