Spielwiese-Leser wissen exklusiv seit 3. Dezember , dass am 1. Juni soll in Deutschland der erste Kindertag national gefeiert werden soll. Der Verband der deutschen Spielwarenindustrie DVSI, der hinter dem Konzept steht, macht auf der Spielwarenmesse in Nürnberg nun Nägel mit Köpfen. Ziel ist binnen fünf Jahren nach dem Vorbild von Mutter- oder Valentinstag einen umsatzrelevanten Höhepunkt für den einschlägigen Handel zu etablieren.
| |
|
Damit soll der Umsatzrückgang bei klassischem Spielzeug gestoppt werden. Der kommerzielle Nutzen eines bundesweit gefeierten Kindertages soll über Geschenke, die Eltern oder andere Verwandte den Kindern an diesem Tag überreichen, erzielt werden. Das Motto lautet sinngemäß: Kinder sollen sich an diesem Tag etwas wünschen dürfen.
Mit SuperRTL in einem Boot
Als wichtigsten Medienpartner hat der DVSI SuperRTL gewonnen, mit der Bild-Zeitung wird noch verhandelt. Vor der Spielwarenmesse hatten 37 Hersteller aus der Spielwarenbranche – darunter Schwergewichte wie Lego, Mattel und Ravensburger – ihre Unterstützung schriftlich zugesagt. Am ersten Messetag kamen andere, auch branchenfremde hinzu.
Der DVSI leistet als Anschubfinanzierung 20.000 Euro. Getragen werden soll der Kindertag aber von den Aktionen der teilnehmenden Firmen und Institutionen. Der Verband erhofft sich eine ähnliche Dynamik wie beim Thema Helloween, das vor 1994 hierzulande keine Rolle spielte. Damals war aus den Reihen der im DSVI vertretenen Hersteller für Karnevalsbedarf die Initiative gekommen, außerhalb der klassischen Saison einen zweiten Schwerpunkt zu setzen.
Halloween als Vorbild
Die Folgen sind bekannt, weshalb die Zuversicht beim Spielwarenverband für den Erfolg eines nationalen Kindertages groß ist, da dieses Thema wesentlich breiter abgesteckt werden kann.
Ab Ende Februar soll es auch eine eigene Internetpräsenz des Kindertags in Deutschland geben.
DSVI |

