Die Spielwiese hat an diesem Wochenende das Gleiche getan wie die Jury Spiel des Jahres: Sie testete noch einmal die fünf Nominierten zum Spiel des Jahres 2008 auf Herz und Nieren. In verschiedenen Konstellationen wurden die Spiele Blox (Ravensburger), Keltis (Kosmos), Stone Age (Hans im Glück), Suleika (Zoch) und Wie verhext! des Österreichers Andreas Pelikan (Alea) durchgespielt und eine eigene interne Wahl veranstaltet.
Bei diesem Wettbewerb außer Konkurrenz wurde noch einmal klar, dass die Jury Spiel des Jahres auf ihrer Klausur an diesem Wochenende vor keiner leichten Aufgabe stand. Die fünf nominierten Spiele haben alle ihre Stärken. Es wird deshalb auch eine spannende Antwort, welche Vorlieben derzeit in der Jury die Oberhand behalten.
Im Parallel-Vergleich der Spielwiese an diesem Wochenende gab es jedenfalls keinen Spieletitel, der einhellig als das "beste" Spiel eine Favoritenrolle übernahm. Suleika als Beispiel, bietet nach überwiegender Einschätzung den besten und schnellsten Einstieg: einfach, schnell erklärt, schnell gespielt, und trotzdem mit Pfiff. Auch bei Interaktion und Kommunikation konnte das Spiel um die bunten Teppiche punkten – kaum ein Spielzug bleibt hier unkommentiert.
Vom spielerischen Anspruch her hätte sich Stone Age den Titel verdient. Allerdings ist angesichts der notwendigen Erklärungen vor Spielbeginn die Hürde groß und die Spieldauer erwies sich einmal mehr als Hemmschuh – auch wenn Stone Age mit fortschreitendem Spielverlauf auch Skeptiker überzeugen konnte. Aber objektive Kriterien gibt es in einem solchen Wettbewerb nicht. Das beginnt bereits beim Spielmaterial: Während – als Beispiel – die einen Blox als "total ästhetisch" begeistert, ist es die andere "langweilig" oder gar "hässlich".
Stone Age setzt sich knapp durch
Die Jury Spiel des Jahres gibt heute Montag "nur" den Siegertitel bekannt und verschweigt für immer, auf welchen Plätzen die anderen Nominierten gelandet sind. Die Spielwiese muss sich diesen Luxus nicht leisten. Deshalb sei verraten, dass sich bei der internen Wahl durch unsere eigene Jury – gebildet aus sowohl erfahrenen Spielern als auch aus Gelegenheitsspielern und Kindern – ganz knapp Stone Age gegen Suleika durchsetzte.
Ein Omen? Wie dem auch sei: Keine leichte Wahl in diesem Jahr für die Jury Spiel des Jahres und gespannt erwarten wir für heute Mittag deren Urteil.
Hier geht's zum Testbericht von Stone Age.


