
Ein international tätiger Spiele- und Spielzeughersteller ist nun in den letzten Vorbereitungen, um Brettspiele möglichst "originalgetreu" auf die Leinwand zu bringen. Partner sind die Universal Studios.
Der Spielzeughersteller Hasbro will, wie berichtet, seine erfolgreichsten Brettspiele nun auf die Kinoleinwand bringen. Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich der Spielzeuggigant derzeit in Hollywood auf der Suche nachpotenziellen Regisseuren und richtet sich bei Kooperationspartner Universal ein eigenes Büro ein. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Konzerne auf eine Partnerschaft zur Verfilmung von Spiele-Klassikern wie Monopoly oder Ouija geeinigt.
So läuft der Deal:
- Hasbro gibt die Lizenzrechte an den Brettspielen und Charakteren an Universal weiter. Das Filmstudio übernimmt die Produktion und die damit verbunden Kosten. Die Kinoeinnahmen gehen dann wiederum direkt an Universal.
- Hasbro seinerseits kümmert sich um das Geschäft mit den jeweiligen Spielzeugen und gibt einen kleinen Teil der Verkaufserlöse an Universal weiter. Für den Spielzeughersteller entstehen bei der Partnerschaft kaum Risiken, außerdem darf das Unternehmen bei der kreativen Umsetzung der Filme mitreden. Laut Hasbro soll sichergestellt werden, dass auf der Kinoleinwand nichts vom jeweiligen ursprünglichen Charakter der verfilmten Brettspiele verloren geht.
Mit "Transformers" hat das Unternehmen vergangenes Jahr bereits den ersten Schritt in Richtung Hollywood gewagt. Dabei handelte es sich zwar noch nicht um ein Brettspiel, aber die Verfilmung des Kult-Spielzeugs wurde zum Erfolg.
Was die konkrete Auswahl der Spiele betrifft, die auf die Kinoleinwand sollen, habe Universal mit Hasbro bereits eine erste Themen-Vorselektion getroffen. Die Vereinbarung zwischen Hasbro und dem Filmstudio umfasst bis auf weiteres mindestens vier Filme innerhalb von sechs Jahren. Der erste Streifen soll 2010 in die Kinos kommen.

