Regionales Wirtschaften vermittelt das neue Familienspiel Euro bleib' im Vulkanland!. Es hat nicht nur eine interessante Entstehungsgeschichte, sondern auch einen hoch im Kurs stehenden Autor: Klemens Franz ist der Grafiker von Agricola.
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| Grundidee des Spiels: Wer beim heimischen Produzenten einkauft, schneidet besser ab.
Bild: Spielfunke |
| Das Steirische Vulkanland ist Marketingbegriff für eine Region im Südosten Österreichs.
79 Gemeinden aus dieser Region, aus den Bezirken Feldbach, Bad Radkersburg, Fürstenfeld und Weiz haben sich im Verein zur Förderung des Steirischen Vulkanlandes zusammengeschlossen. Mit Förderung durch das "Leader+"-Programm der EU soll versucht werden, die Wirtschaft und den Zusammenhalt der Region zu stärken.
Die Bezeichnung Steirisches Vulkanland leitet sich von Resten von Vulkanen ab, die in der Region heute noch als Hügel sichtbar sind. Diese stammen aus der Zeit vor ca. 17 Million Jahren (im Miozän) sowie aus einer jüngeren Periode des Vulkanismus vor ca. 2 Millionen Jahren (Pliozän); der bekannteste davon ist der Gleichenberger Kogel.
aus Wikipedia
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70 Prozent heimische Wertschöpfung
Soweit im Groben der Spielablauf. Das Interessante daran ist, dass hierbei Thema und Herstellung eine Einheit bilden: Produziert wurde das Brettspiel zu rund 70 Prozent direkt in der Region Steirisches Vulkanland (siehe Hintergrund), in der es handelt. Sämtliche ge- bzw. bedruckten Teile wurden in einer steirischen Druckerei produziert, nur die Holzteile kommen von deutschen Produzenten: "In Österreich gibt es leider niemanden, der die kleinen bunten Teile in ausreichender Menge produzieren kann. Vor allem, da Holzteile sehr, sehr strengen Auflagen unterliegen." Das Spiel ist in einer Auflage von 500 Stück erschienen und wird auch hauptsächlich regional vertrieben.Aus Innovationswettbewerb entstanden
Begonnen hatte es 2006, als Klemens Franz ein Konzept beim Innovationspreis des Steirischen Vulkanlandes einreichte: Im Grunde ging es darum, gute Spiele zu Themen der Region zu machen. Die Jury zeichnete ihn mit dem Preis aus. "So machten wir uns ans Werk. Gemeinsam mit Vertretern und aktiven Personen aus der Region wurden in den kommenden Monaten zwei Spielkonzepte zu regionalen Themen entwickelt, getestet, umgebaut, getestet, diskutiert und finalisiert", berichtet Franz. Das Ergebnis waren zwei im Grunde produktionsfertige Spiele.Es dauerte allerdings bis in den Herbst 2008 bis es zur konkreten Umsetzung kam. "Manchmal müssen Dinge hinten angestellt werden. Das ist halt so. Aber dafür war der Herbst umso intensiver: Gemeinsam mit der Druckerei wurde an einer kostengünstigen Lösung gebastelt, ohne die Qualität zu vernachlässigen. Anbieter von Verpackungen und Holzteilen mussten kontaktiert und koordiniert werden. Bis schließlich die einzelnen Teile eintrudelten, vergingen schließlich noch zwei weitere Monate. Und mit dem BVR-Verlag aus Auersbach wurde schließlich noch ein motivierter und kompetenter Partner gefunden, um das Spiel auch entsprechend verlegen und vertreiben zu können." Der kleine BVR-Verlag verlegt Bücher zu regionalen Themen.


… Eintauchen in eine fremde Welt, in der andere Regeln herrschen, als in der Wirklichkeit.