Ein Videospiel, dessen Erscheinen für den 9. September angekündigt ist, wird in bestimmtem Sinn Geschichte schreiben.
Die Veröffentlichung des Beatles-Musikspiels markiert einen wichtigen Schritt für die weitere Zukunft des musikalischen Erbes der vierköpfigen Band. Deren Fans warten nämlich fast ein halbes Jahrhundert nach Veröffentlichung der ersten Beatles-Single immer noch vergeblich darauf, dass deren Musik endlich im digitalen Zeitalter ankommt. Konkret bedeutet das, dass die Werke der "Fab Four" auf legalem Wege in digitaler Form noch nicht zu haben sind. Ausschlaggebend für diesen Umstand sind laut dem Wall Street Journal vor allem die überaus zähen Verhandlungen über die Bereitstellung des Bandkatalogs für die digitale Distribution. Entsprechende Gespräche zwischen der Apple Corporation und dem Majorlabel EMI, das die Rechte an den Beatles-Werken hält, seien schon seit einiger Zeit ins Stocken geraten. Wie Ex-Beatle Paul McCartney Ende November 2008 dem US-Branchenblatt Variety verriet, werden so lange keine Beatles-Titel bei Online-Musik-Diensten zu finden sein, bis die beiden Parteien sich geeinigt hätten. Auf internationaler Ebene wird kontinuierlich an der Verbesserung des PEGI-Systems gearbeitet. Die nächste Überarbeitung ist bereits im Gange. Es trat im Frühjahr 2003 in Kraft und ersetzte verschiedene nationale Altersempfehlungssysteme durch ein einzelnes, das nun in nahezu ganz Europa Anwendung findet. Lediglich in Deutschland gelten weiterhin die verbindlichen Altersempfehlungen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Das PEGI-System wird von den wichtigsten Videospielkonsolenherstellern wie Sony, Microsoft und Nintendo ebenso unterstützt wie von Publishern und Spieleentwicklern und wurde durch die Interactive Software Federation of Europe (ISFE) |
Nähere Informationen über die genaue Liste der im Videospiel enthaltenen Songs sind zwar noch nicht bekannt. Die Produzenten ließen aber wissen, dass es insgesamt rund 45 Lieder aus der Schaffensperiode zwischen 1962 und 1969der Band geben wird, die nun in Videospielform nachgespielt werden können.
Lukrativer Markt
Die Veröffentlichung der digitalen Beatles-Musik hat innerhalb der Musikindustrie lange Zeit als eine Art "Heiliger Gral" gegolten. Bisher konnte dieses Heiligtum der Branche allerdings noch nicht geknackt werden (siehe Hintergrund). Dass das musikalische Werk der vier Briten nun letztendlich über den Umweg eines Videospiels im digitalen Zeitalter ankommt, erklärt sich wohl in erster Linie durch wirtschaftliche Überlegungen. So bieten Spiele wie "Rock Band" oder "Guitar Hero" den Rechteinhabern die Möglichkeit, ihre Einkünfte um ein beträchtliches Maß zu steigern.Gleiches gilt aber auch für die Games-Branche, für die Musikspiele mittlerweile zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden sind. Laut dem US-Marktforschungsinstitut DFC Intelligence setzte die Branche alleine 2007 in den USA mehr als 1,2 Mio. Dollar mit Musik- und Tanzspielen um.

