EISENBAHN. Vor 175 Jahren fuhr die erste Eisenbahn in Deutschland von Nürnberg nach Fürth. Teil des "Bahnjahrs 2010 Nürnberg" ist eine Sonderausstellung des Nürnberger Spielzeugmuseums ab 26. März.
Erfüllung von Bubenträumen
Beim Spielen mit der Eisenbahn sahen sich viele Jungen in den Traumberuf des Lokführers versetzt. In der Ausstellung wird dieser Teil des Eisenbahnspiels mit vergnüglichen Ausschnitten aus privaten Filmen dokumentiert. Ergänzt wird die Schau mit Baukästen und Eisenbahnspielzeug aus Holz. Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet Familienführungen, Bastel-, Mal- und Fotoaktionen für Kinder an.Große exportorientierte Blechspielwarenhersteller wie Bing oder Bub fertigten schon vor dem ersten Weltkrieg Eisenbahnen und Zubehör im großen Stil. Bis in die 1930er Jahre konnten sich weitere Firmen wie Kraus oder Schuhmann auf dem Markt behaupten. Neue Käuferschichten eroberte sich Trix mit Tischbahnen in kleiner Spur. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die Firmen Biller und Fleischmann mit soliden Spiel- und Modellbahnen aus Metall neue Qualitätsmaßstäbe. Zeitgleich erlebten auch preiswerte Eisenbahn-Sortimente von Beckh, Distler oder Wimmer noch Erfolge.
Doch ging angesichts der Konkurrenz zunehmend perfekter Modellbahnen aus Kunststoff und Metalldruckguss in den 1960er Jahren die Epoche der Blechbahnen unweigerlich zu Ende.
Die Ausstellung ist vom 26. März bis 10. Oktober geöffnet.
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