GEBURTSTAG. In fünf Jahrzehnten wurden fünf Millionen Stück davon verkauft: Ein Spieleklassiker von Ravensburger feiert demnächst einen runden Geburtstag.
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| Optisch praktisch kaum verändert: Klassiker Malefiz.
Bild: Ravensburger |
Eigentlich ist Malefiz politisch unkorrekt: Es verwandelt friedfertige Zeitgenossen in hinterhältige Banditen. Auf dem gemeinsam benutzten Parcours blockieren sie andere, was das Zeug hält. Gnadenlos. Schadenfroh. Auch mal paktierend. Das ist so gemein wie aufregend - und sicherlich das Geheimnis, warum der Brettspielthriller auch 50 Jahre nach Erscheinen ein bewährtes Mitglied der Ravensburger Programmfamilie ist.
Zwei Ideen unterscheiden das Spiel von traditionellen Laufspielen: Die eigenen Figuren laufen nicht stoisch in eine Richtung, sie können auch seitwärts und rückwärts gehen und aufdringliche Verfolger an den Start zurück befördern. Und: Hindernissteine versperren den Weg zum Ziel. Man kann sie nur mit der passenden Augenzahl beiseite würfeln. Doch statt die kleinen, weißen Barrikaden einfach aus dem Spiel zu nehmen, setzt man sie anderen vor die Nase. Des einen Freud, des anderen Leid.
Wo im wahren Leben die Maxime Rücksicht heißt, darf man bei Malefiz ungestraft gemein sein. Man muss sogar: Wer allzu bescheiden nur auf den eigenen Weg schaut, ist bald abgehängt. Also: Immer schön den lieben Mitspielern den Weg verbauen. Und vor allem dem vorauseilenden Konkurrenten, der die Partie gleich beenden könnte. Schnell noch ein, zwei Steine vor seine Füße werfen
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