MARKT. Insgesamt herausragende Zahlen gab Lego in Nürnberg auf der Spielwarenmesse bekannt. Allerdings nicht für seine Spiele.
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| Schachartig: die Herbstneuheit Star Wars – Battle of Hoth | |
Der dänische Bauklotzkonzern bremst sich bei seiner Spielelinie offenbar ein. Zwei Neuheiten kommen ab Sommer zu den dreien vom Frühling hinzu. Mehr in einem eigenen Bericht (siehe unten).
Ein Grund dürfte sein, dass die Euphorie um Spiele mit dem Noppenmaterial abklingt. Jedenfalls, so Marketing-Chef Christian Korbes in Nürnberg, habe Lego von der rückläufigen Entwicklung am Spielesektor im Vorjahr "auch gelitten. Wir haben Marktanteile verloren". Der Rückgang beim Spieleumsatz sei sogar höher als im Branchendurchschnitt gewesen.
Gut im Verkaufsrennen ist Creationary, Zuversicht herrscht für das Herbstgeschäft, wenn die Star Wars-Lizenz auch im Spielebereich Einzug hält.
Jubel über Sprung über 15-Prozent-Hürde
Die Gesamtbilanz von Lego für Zentraleuropa = Deutschland, Österreich und Schweiz trübt das Ergebnis bei Lego-Spielen jedoch nur wenig. Erstmals, jubelten Neo-Boss Michael Kehlet (seit 1.1.2012) und Vorgänger Dirk Engehausen, hat Lego in allen drei Ländern einen Marktanteil von über 15 Prozent erreicht. In Deutschland stieg der Einzelhandelsumsatz um 36 Millionen Euro auf 297, in Österreich um 12,9 Prozent auf 36,9 Millionen Euro, in der Schweiz um 7,4 Prozent auf 46,7 Millionen Franken. Lego ist damit deutlich über dem Branchendurchschnitt gewachsen.
Wachstumstreiber war überall das Kernsortiment, hier vor allem die Star Wars-Linie, die mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt.
Mädchensachen
Im März kommt als neue Kernlinie Lego Friends dazu. Das ist der Name der Mädchenwelt. Lego hat es schon mehrmals probiert, bei Mädchen zu punkten. Dieses Mal werden aber mit einer kompletten Produkt- und Vertriebskanallinie Nägel mit Köpfen gemacht. Fünf Freundinnen, süße Tiere und viele Accessiores, aber auch jede Menge Material zum Bauen sind die wesentlichen Teile der Mädchen-Welt à la Lego.
Hohe Erwartungen trotz Konkurrenz
Mit dem Bauklotzsystem "Kre-O" von Hasbro erwartet Lego ab diesem Jahr harte und ernstzunehmende Konkurrenz. Die sieht man allerdings gelassen. Wettbewerb, so Kehlet, habe den Gesamtmarkt bisher immer beflügelt, und zwar gerade auch Lego als Marktführer. So will Lego in Zentraleuropa auch 2012 wieder um sechs bis neun Prozent wachsen.
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