TAGUNG/MESSE. Der traditionelle "Spielmarkt" in Remscheid nimmt sich auch 2017 eines aktuellen Themas an: "Der Wert des Spiels".
Werte im Spiel unterliegen gesellschaftlichen Prozessen und Veränderungen. Sie können stabilisieren und sie zeigen Möglichkeiten auf. Dies ist, unausgesprochen, auch vor dem Hintergrund der Flüchtlings- und Integrationsarbeit zu sehen. Die jährliche Veranstaltung der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW – vielen besser noch als "Akademie Remscheid" bekannt – richtet sich mit dem "Spielemarkt" vorweigend an Mitarbeiter in der Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit.
"Die Spielauswahl in der professionellen Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an den pädagogischen Werten, die vermittelt werden sollen. Hier gehen im Idealfall das Spiel und seine Werte Hand in Hand mit der Förderung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen hin zu mündigen Menschen. Der sensible Umgang mit gesellschaftlichen Veränderungen bestimmt die Spielauswahl im Alltag in der professionellen Kinder- und Jugendarbeit mit", kündigt der "Spielmarkt" seinen Schwerpunkt an: " Doch wie sieht es im Alltag der Kinder und Jugendlichen aus? Sie werden mit unterschiedlichen Menschenbildern, verschiedensten Rahmenhandlungen und somit Werthaltungen in Gesellschaftsspielen, Spielshows und Computerspielen konfrontiert. Der Spielreiz wird durch Nervenkitzel und Tabubrüche gesteigert. Wie werden Spielprinzipien Freiwilligkeit, Spielfreude und gemeinsame Aktivität bei Spielen gewahrt? Im Mittelpunkt stehen die Kernziele des Spielens als aktive Handlung, die den Menschen in seiner ganzen Daseinsform beansprucht. Im Spiel macht der Mensch Erfahrungen mit der Umwelt, dem Material und den Spielpartner und kann daraus Schlüsse für das eigene Handeln ziehen."
Der Termin
Der "Spielmarkt 2017 - Der Wert des Spiels" gindet am Donnerstag, 2. März (10 Uhr) bis Freitag, 3. März 2017 (18 Uhr) statt.
Das Konzept
Rund 60 Workshops sind geplant. Als Aussteller sind zahlreiche kleinere Firmen, Institutionen, Arbeitsgemeinschaften, Gruppen und Initiativen angesprochen, bei denen kommerzielle Zwecke nicht im Vordergrund stehen, sondern die im sozialen, politischen, pädagogischen oder künstlerischen Interesse Kontakte knüpfen. So können Spieleerfinder, die bisher aus Hobby Spiele entwickelten, mit Hilfe des Spielmarkts eine Teilprofession aufbauen. Der Spielmarkt stellt im Vergleich zur kommerziellen Spielwarenmesse in Nürnberg also eher eine „alternative“ Messe dar; alternativ deshalb, weil hier vor allem Spiele vorgestellt werden, bei denen nicht der einzelne auf Kosten der anderen Spaß und Erfolg verspürt, sondern Spiele, bei denen experimentiert wird, mit denen man in den Fantasiebereich einsteigt und bei denen Kinder und Erwachsene lernen, ihr Handeln aufeinander einzuspielen und sich solidarisch zu verhalten. Es handelt sich also vorzugsweise um Spiele, die pädagogisch aufbereitet sind.
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