Übermut tut selten gut
Jeder Wurf kann einer zu viel sein! Moses hat ein sehr einfaches Würfel-Roulette herausgebracht.
![]() |
Nr. 1288: Yu-Ca-Tan | Spielwiese-Code | |
|
|
Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
|
![]() |
|
| Simples Spiel mit hohem Spaß- und Ärgerfaktor. Dadurch bestens für die Theke, als Absacker oder das Urlaubsgepäck geeignet. Bild: Moses |
|
Die gute Nachricht
• Man bestimmt selbst die ungefähre Spieldauer.
Die schlechte Nachricht
• So hervorragend die Schubschachtel ist, auch die Würfel sind gut, so enttäuschend die lappigen Tippkarten.
Rein ins Spiel!
Bei diesem Spiel kann man sich wunderbar ärgern. Hätte man doch bloß Verzicht geübt! Aber Hätte-wäre ist keine Kategorie unter ernsthaften Spielern. Was heißt ernsthaft …? Vom puren Zufall abhängig zu sein, kann der aufgeklärte Spieler doch gar nicht ernst nehmen. So bleibt’s bei Yu-Ca-Tan beim sinnbefreiten Spaß.
Wenn man gewinnt.
Warum das Spiel ausgerechnet einen indianischen Namen und eine indianische Grafik hat, lassen wir großzügig beiseite. Es könnte jeden Fantasienamen tragen. Denn wir haben zwölf Würfel und 14 Tippkarten mit einfachen, klaren Angaben Nicht mehr, nicht weniger. Die Tippkarten zeigen entweder eine Würfelzahl, also von 1 bis 6, eine der drei Würfelfarben, eine von drei Symbolfomen sowie Gerade oder Ungerade.
Für eine dieser Möglichkeiten muss sich der Spieler entscheiden, bevor er alle Würfel schmeißt. Stimmen ein oder mehrere Würfel mit dem Tipp überein, werden sie auf die Tippkarte gelegt. Dafür gibt es Punkte. Der Einfachheit nicht genug: Nun kann der Spieler entweder aufhören und sich die Punkte auf einem Zettel notieren oder das Glück weiter herausfordern. Dazu entscheidet er sich wiederum vorher für eine – andere! – Tippkarte und würfelt mit den restlichen Würfeln. Jetzt gilt nur diese eine Tippkarte. Die Wahrscheinlichkeit wird mit geringerer Würfelanzahl also geringer, einen passenden Wurf hinzulegen. Aber die Gier ist bekanntlich ein Schwein. Man kann auch ein drittes, ein viertes Mal …
Aber, ach ja … Geht ein Wurf daneben, dann verliert man alle in dieser Runde bisher gesammelten Würfel = Punkte. Aufhören zum richtigen Zeitpunkt lautet die Devise. Doch nochmals: Die Gier ist ein Schwein und die Mitspieler werden vor lauter Schadenfreude von eihem Ohr zum anderen grinsen. Gespielt wird beliebig lange. Richtschnur: In einer Viertelstunde bewältigen zwei bis fünf Spieler drei oder vier Runden. In jeder Runde versucht jeder Spieler einmal sein Glück. Man einigt sich zu Beginn, über wie viele Runden es geht.
Das Spiel ist derart einfach gestrickt, dass schon Sechsjährige Yu-Ca-Tan spielen können. Voraussetzung ist allerdings eine gewisse Leidensfähigkeit. Der Verlag empfiehlt deshalb bei der Altersangabe 8 Jahre.
Und ohne unsere Leser zum Alkohol verführen zu wollen: Mit seinem reinen Zockermechanismus geht Yu-Ca-Tan jederzeit als Thekenspiel durch, bei dem bei einer verlorenen Wette die nächste Runde fällig ist.
| Nochmals spielen? Yep! |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Moses zur Verfügung gestellt |




