Alles ist relativ, aber herauszufinden
Eltern kennen das: Wenn ein Kind sagt, es komme „gleich“ oder mache etwas „gleich“, dann ist das meist unverbindlich. Denn Zeit ist relativ und subjektiv. Und mit Geschwindigkeit ist es genau so. Mit diesen dehnbaren Phänomenen spielt Wir sind die Roboter.
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Nr. 1350: Wir sind die Roboter | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| In welchem Tempo kommt der Roboter Tim wie weit? Das müssen die Kinder bei diesem Spiel abschätzen. Bild: NSV |
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Die gute Nachricht
Ausgezeichnet, um relative Einheiten wie Zeit und Geschwindigkeit Kindern näher zu bringen – aber ganz ohne Zeigefinger!
Die schlechte Nachricht
keine
Rein ins Spiel!
Reinhard Staupe ist immer wieder für Innovationen gut. Ganz früher im Eigenverlag, dann in der Gelben Reihe bei Amigo und seit einigen Jahren bei Nürnberger hat er Anforderungen und das Erlernen von Fähigkeiten für Kinder in außergewöhnliche Spiele umgesetzt. Bei Wir sind die Roboter geht es um den für Kinder noch recht abstrakten Zusammenhang von Zeit und Geschwindigkeit. Daraus ist ein Spiel entstanden, das schnell begriffen ist, die Kinder beim beliebten Raten abholt und sie hochkonzentriert bei der Sache hält. Und dabei noch Spaß macht. Auch Erwachsene können ihn haben, wenngleich für sie aus dem selben Verlag das Angebot mit Contact steht, wo es in abgewandelter Form ums gleiche Prinzip geht. Davon mehr im nächsten Spielwiese-Test.
Bei Wir sind die Roboter fährt ein sympathischer Maschinenmann namens Tim (hervorragendes Schachtelbild von Oliver Freudenreich!) eine bestimmte Strecke ab. Sie ist auf den Vorderseiten von 12 Infotafeln abgebildet. Entlang der Strecke befinden sich verschiedene Gegenstände und unten rechts steht eine Zahl. Sie gibt eine Geschwindigkeit für Roboter Tim vor. Das kann Schneckentempo, mittlere Geschwindigkeit oder Raketentempo sein. Ein Spieler ist Tim und sieht auf der Rückseite (einer anderen) Infotafel, dass er – als Beispiel – mit langsamer Geschwindigkeit zum Hufeisen fahren soll.
Das tut er aber nur in Gedanken! Er gibt dazu in „Beep!“ als Startzeichen von sich und ein zweites „Beep!“, wenn er im Kopf die Strecke bis zum Hufeisen abgefahren ist. Mit welcher Geschwindigkeit er dabei unterwegs war, muss er verraten. Mehr aber nicht. Die anderen Kinder beraten sich nun, wie weit Tim in dieser Geschwindigkeit wohl gekommen ist. Liegen sie richtig, erhalten sie drei Chips. Liegen sie mit ihrer Schätzung einen Gegenstand daneben, gibt’s zwei, und nur einen, wenn sie sich um zwei Gegenstände verschätzt haben. In einer Variante kann man Wir sind die Roboter übrigens auch gegeneinander spielen. Größeren Spaß macht aber das gemeinsame Spiel.
Da jedes Kind sich einen anderen Begriff von Geschwindigkeit macht, die Anordnung der Gegenstände auf jeder Infotafel eine andere ist und die Infotafeln vor jedem Spiel neu gemischt werden, gibt es eine ausreichend Variabeln, damit Wir sind die Roboter stets anders spannend bleibt. Unberechenbar wäre das falsche Wort: Denn mit jeder Runde lernen die Kinder besser einzuschätzen, was für das andere Kind schnell oder langsam bedeutet.
| Nochmals spielen? Ja. Unsere Testkinder waren begeistert bei der Sache. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von NSV zur Verfügung gestellt |




