Konfrontationslos
Der Wettbewerb hält sich in Grenzen bei diesem Familienspiel, das jedoch in doppelten Sinn schön ist: schön zu spielen, schön anzuschauen.
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Nr. 1580: Yaxha | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
Harmonisch gestaltetes Spielmaterial
Die schlechte Nachricht
Keine
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Immer drei Steine werden für jeden Markt aus dem Beutel gezogen, dann bieten die Spieler mit ihren Karten verdeckt, welchen Markt sie abräumen wollen. Die drei Steine müssen dann sofort verbaut werden. Im Vordergrund: Die Bonuskarten mit Bedingungen, die fünf zusätzliche Punkte versprechen. Bild: spielwiese.at |
Rein ins Spiel!
Es ist eines dieser Spiele, bei denen man sich wohlig fühlen kann. Kein offener Konflikt lauert da und trübt die Stimmung. Dazu schönes Material in schönen Farben.
Worum es geht, ist schnell erzählt. Jeder baut vor sich eine Pyramide aus bunten Holzsteinen. Pyramide deshalb, weil der Name des Spiels jener der klassischen Mayastätte im Norden Guatemalas entlehnt ist, die für ihre pyramidenförmigen Tempel bekannt ist. Der Grundriss einer Pyramide im Spiel beträgt 4x4 Steine, darauf kommen 3x3 usw. Es geht darum, am Ende möglichst große zusammenhängende Farbflächen an den Flanken zu bilden. Es gibt fünf Farben.
Je mehr Steine der selben Farbe als Gruppe zu sehen sind, desto höher fällt der Punktegewinn aus. Zwei Steine 2 Punkte, vier Steine schon 6 Punkte, sieben Steine 15 Punkte, als Beispiele. Das geht sich natürlich nicht für alle fünf Farben aus, weshalb man sich auf einige konzentrieren sollte. Das wird insofern etwas erschwert, als dass ein Stein nur dann auf vier andere gelegt werden darf, wenn der hinzu kommende Stein die Farbe mindestens eines Steines hat, der ihm als Sockel dient.
Das wenige Interaktive bei Yaxha findet bei der Auswahl der Steine statt, die unmittelbar in der eigenen Pyramide verbaut werden müssen. Es gibt so viele Märkte wie Spieler teilnehmen. Jeder Markt hat eine Farbe und jeder Spieler hat für jede Farbe eine Bietkarte. Zum Beginn einer Runde werden Steine aus dem Beutel gezogen und jeweils drei auf jeden Markt gelegt. Zufällig wurden bei Spielbeginn auch Zahlenplättchen verteilt. Bieten zwei oder mehr Spieler für denselben Markt, dann entscheiden die Zahlenplättchen, in welcher Reihenfolge die Spieler von welchem Markt sich drei Steine holen. Zum Ausgleich wewrden für die nächste Runde dann die Zahlenplättchen getauscht.
Es steckt somit ein wenig Spekulation drin, wofür die anderen wohl bieten werden: Wer nutzt aktuell den Vorteil des niedrigsten Zahlenplättchens? Wer braucht die zwei gelben Steine vom roten Markt unbedingt? Es ist jederzeit sichtbar, wem welche drei Steine eines bestimmten Marktes am meisten nützen. Ein bisschen Wettbewerb gibt es also doch. Von Haus aus wird er mit drei Bonuskarten "befeuert", die zufällig gezogen jede Partie um einen Deut spannender machen. Sie bringen jeweils fünf Sonderpunkte für bestimmte Konstellationen, zum Beispiel wer die größte zusammenhängende Farbfläche in der ersten Ebene gebaut hat.
Fazit
Ein schönes Bauspiel für Familien, das mit keinen großartigen Herausforderungen aufwartet, sondern zügig vonstatten geht und mit einem bunten dreidimensionalen Ergebnis Freude macht.
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Nochmals spielen? Gerne. |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Helvetiq zur Verfügung gestellt |




