Wir bauen uns einen Regenwald!
Hutan ist ein Familienspiel, wie man es von Ravensburger lange Zeit gewohnt war. Ansprechendes Thema, gutes und reichlich Spielmaterial, bunt und ein einfacher Zugang.
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Nr. 1604: Hutan | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
eine runde Geschichte, die hier erzählt wird
Die schlechte Nachricht
Stanzteile lassen sich zum Teil sehr schlecht herausbrechen
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| Jeder Spieler hat ein solches eigenes Feld (variabel), das in der Abstufung Blume – Baum – Tier befüllt wird. Bild: Ravensburger |
Rein ins Spiel!
Hutan ist ein Familienspiel, das mit viel Material daherkommt. Es braucht daher seine Zeit, bis alle Stanzteile auseindergebrochen und die insgesamt 64 Bäume zusammengesetzt sind. Dass sie unterschiedlich hoch sind, spielt fürs Spiel übrigens keine Rolle. Nur so nebenbei. Fürs Grundspiel haben wir dann auch noch 130 Blumen in fünf Sorten auf dem Tisch, 15 Tiere aus Holz, 70 Blumenkarten, ein Schuppentier-Plättchen für den Startspieler, der – wie die anderen – zuerst einmal vier Regenwald-Tafeln aneinanderfügt. Regenwald heißt in der indonesischen Sprache nämlich Hutan.
Wie’s geht
Was wollen wir dort? Wir wollen den Regenwald erschaffen, renaturieren, ausdehnen. Du kannst dir das aussuchen, wie du das nennst. Auf jeden Fall geht das abgestuft vonstatten.
Du suchst dir, wenn du am Zug bist, eine der ausliegenden Blumenkarten aus. Die zeigen alle zwei oder drei Blumen. Diese Blumen nimmst du und legst sie nach bestimmten Regeln in deinen Regenwald. Auf Feldern, die du mit einer zweiten Blumen belegst, pflanzt du einen Baum. Jedes Gebiet, das du mit Bäumen vollgepflanzt hast, lockt ein Tier an. Gelber Tiger, roter Orang-Utan, grauer Nashornvogel, blauer Kasuar (auch ein Vogel) oder das helle Sumatra-Nashorn. Die Farben entsprechen den Blumen, die zuvor in dem Gebiet gewachsen sind.
Irgendwann, genauer gesagt nach neun Runden, ist der Regenwald fertig. Die Abrechnung ist relativ einfach, weil sie auf den Regenwald-Tafeln zusätzlich noch gut gekennzeichnet ist: Jeder Baum bringt zwei Punkte, Tiere die in dem betreffenden Gebiet angeführten Punkte (rentiert sich!), das gilt auch für die vollendeten Gebiete. Gebiete, deren Felder entweder nicht vollständig bepflanzt sind oder womöglich mit unterschiedlchen Blumen bepflanzt werden mussten, bringen Minuspunkte.
Was es bringt
Das Spielgefühl ist gut. Es tut sich ständig was und ein wenig aufregend ist immer wieder die Frage, bekomme ich die Blumenkarte, die ich am liebsten hätte oder nimmt sie mir doch noch jemand weg. Die Blumenkarten solltet du nämlich trotz relativ reichhaltigem Angebot mit Bedacht auswählen. Unser Tipp: Verzettel dich nicht auf vielen verschiedenen Gebieten, konzentriere dich lieber auf weniger und baue von dort aus deinen Regenwald aus. Am Ende liegen die Punktehzahlen nämlich meist doch etwas eng beisammen, da kann man mögliche Minuspunkte überhaupt nicht brauchen.
Enger wird es freilich auch von Runde zu Runde auf deinen Regenwald-Tafeln. Auch dass du im gesamten Spiel nur jeweils ein Tier jeder Art anlocken darfst, solltest du im Auge behalten, wenn du die Blumenkarten auswählst. Liegen das Schuppentier-Plättchen oder ein Blumen-Joker in der Auslage, sind sie oft die bessere Wahl, denn für sie kannst du zwar nur eine einzige Blume legen, dir aber die Farbe aussuchen und so ein Gebiet womöglich abschließen.
Vom Anspruch her ist Hutan ein geradezu klassisches Familienspiel. Nicht allzu schwierig, auch recht schnell begriffen und was die Altersangabe 9+ angeht – damit können auch wir leben. Das ist allerdings wirklich das Minimum. Störend ist nur manchmal die Fummelei auf dem engen Spielfeld. Auch dadurch: Warum zuerst eine zweite Blume gelegt werden muss, obwohl sie sofort durch einen Baum ersetzt wird …? Da ging jemand auf Nummer Sicher.
Hutan punktet mit hochwertigem Spielmaterial und einem einnehmenden Gesamteindruck. Wirklich innovativ ist daran allerdings nichts.
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Nochmals spielen? Durchaus. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Ravensburger zur Verfügung gestellt |




… eine Quelle der Lebensenergie die durch den ‚Ernst des Lebens‘ oft eingeschränkt wird.