Unscheinbarer Leckerbissen
Allen Fans von Wizard und Co sei dieses Spiel ans Herz gelegt: Du musst als Gehilfe des Heiligen Patricks die unscheinbaren Schlangen abwehren und von der Irischen Insel vertreiben.
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Nr. 1613: St. Patrick | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| So kann's gehen, wenn die Runde fortgeschritten ist: Jemand kam mit der weißen Vier heraus, doch nur du hattest noche eine weiße Karte auf der Hand, nämlich die weiße Sieben. Die beiden anderen warfen die grüne Fünf und die Schlangenkarte in den Stich. Du gewinnst ihn mit der weißen Sieben. Sie zählt drei Schlangenbisse, alle Schlangenkarten einen Biss, in Summe vier Bisse. Zum Glück hast du in der ersten Phase dir vier Reliquien (die Kleeblätter) gesichert. Somit steigst du – 4:4 – mit Null aus, behältst alle deine Leben. Doch ab sofort darfst du in der laufenden Runde keinen Biss mehr einstreichen! Bild: spielwiese.at |
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Die gute Nachricht
kraftvolles Artwork
Die schlechte Nachricht
ein kleines Inlet oder ein Zipbeutel hätten gut getan, scheiterte jedoch offensichtlich an den Kosten
Rein ins Spiel!
St. Patrick hat von mehreren bewährten Spielmechanismen etwas. Ein Verwandter ist als das im angelsächsischen Raum bekannte Hearts identifizierbar, aber auch Rage und Wizard sind entfernte Vettern. Wobei es bei diesem Spiel nur indirekt darum geht, seine Anzahl der Stiche vorauszusagen, die man machen wird. Denn vielmehr nimmt man in einer ersten Phase sogenannte Reliquien (oder auch keine), um sich im eigentlichen Kartenspiel vor Minuspunkten zu schützen. Minuspunkte sind bei St. Patrick Leben, die vom Konto abgezogen werden, das am Anfang für alle bei 20 Leben steht. Wenn der erste Spieler „stirbt“, endet die Partie und wer noch am meisten Leben hat, ist Sieger.
Was jetzt nüchtern und etwas technisch geklungen hat, ist als Spielhintergrund wesentlich prosaischer, geradezu nett und sympathisch. Thematisch geht es um den irischen Nationalheiligen Patrick. Eine Legende besagt, dass er im fünften Jahrhundert alle Schlangen auf der irischen Insel ins Meer verbannte. Und in diesem Spiel sind wir bei diesem Vorhaben quasi seine Gehilfen.
Wir haben: Jeweils die Karten 1 bis 9 in Grün (steht für den irischen Klee), in Orange (die irische Harfe), in Weiß (keltisches Kreuz) sowie in Schwarz. Schwarz sind die Schlangenkarten. Schlangen beißen und jeder Biss kostet ein Leben. Achtung! Die orange und die weiße Sieben sind Sonderkarten, die jeweils drei Bisse zählen! Die grüne Sieben hingegen ist der Heilige Patrick und wer die Karte hat, ist Startspieler. Das ist von Vorteil.
Alle Karten werden gleichmäßig ausgeteilt, es gibt keine Unbekannten. Du schaust dir zunächst dein Blatt an und ortest die vermutlich gefährlichen Karten: alle Schlangenkarten sowie die weiße und orange Sieben. Doch auch eine farbige Acht oder schon eine Sechs könnte gefährlich sein und dir Schlangen einbrocken. Denn St. Patrick ist ein Stichspiel mit Farbzwang. Allen versierten Kartenspielern muss man’s nicht erklären, anderen vielleicht schon mit einem Beispiel: Brigitte ist mit der grünen Zwei herausgekommen, Sabine und Wolfgang haben keine grüne Karte mehr, können also nicht zugeben und und schmeißen je eine Schlangenkarte in die Mitte, du aber hast noch die grüne Vier und musst Farbe zugeben. Bedeutet: du hast den Stich gewonnen und dir zwei Schlangenkarten eingeheimst.
Verflixt! Das war so nicht geplant.
Aber es gibt einen gewissen Schutzmechanismus. Er nennt sich Reliquien nehmen – es geht ja um einen Heiligen. 15 Reliquien liegen am Tisch, übrigens genau so viele wie es Bisse pro Runde gibt. Der Startspieler mit der St. Patrick-Karte darf als Erster eine oder mehrere Reliquien nehmen. Dann der nächste usw., wobei auch gepasst werden darf. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie diese Phase endet, doch die überspringen wir.
Der Punkt ist: Am Ende der Runde werden deine Schlangenbisse mit deinen Reliquien gegenverrechnet.
Freilich: St. Patrick ist wie jedes Kartenspiel glücksabhängig. Doch ein gutes Spiel zeichnet sich dadurch aus, dass die Spieler einen überwiegenden Teil in der Hand haben, weil das Spiel Feinheiten hat und Überraschungen bietet. Das ist bei St. Patrick der Fall. Begeisterte Stichspieler haben ihre Freude daran!
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Nochmals spielen? Ja! |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Abacus zur Verfügung gestellt |




