Die Fische in Nachbars Gartenteich
Spiele, bei denen auch Bereiche von benachbarten Spielern in die eigene Wertung einfließen, hat es schon öfters gegeben. Das hat aber selten so gut funktioniert wie bei diesem sehr angenehmen kleinen Familienspiel.
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Nr. 1644: Symbiose | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
ausgezeichnete einfache Systematik des Wertungsblocks
Die schlechte Nachricht
Anfänger übersehen/überlesen gerne, dass nicht nur die mittleren bzw. äußeren, sondern immer alle Karten eines Teichs zählen
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| Gehen wir mal diese eher bescheidene Teich-Arrangement durch: Jede blaue und jede grüne Karte im Teich meines linken Nachbarn bringt 5 Punkte. Die vier mittleren Karten bringen zusammen 4 (2x pink) + 0 (keine orange Karte!) + 6 (fixe Zahl) + 4 (2x Libelle) = 14 Punkte für den eigenen Teich. Jede grüne Karte im teich des rechten Nachbarn bringt drei Punkte, jede orange sogar vier Punkte. Bild: spielwiese.at |
Rein ins Spiel!
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens die großen Spielkarten. Zweitens die prägnanten Illustrationen vor Pastell-Hintergründen. Sehr schmuck, das Ganze!
Die zwei bis vier Spieler – am besten gleich zu viert! – müssen bei Symbiose nicht allzu viel tun. Anders gesagt: Die Aktionsmöglichkeiten sind auf zwei reduziert. Doch damit lässt sich sehr viel anstellen. So viel, dass Neulinge anfangs einiges an Optimierungsmöglichkeiten übersehen.
Denn es geht darum seinen nur aus acht ausgelegten Karten bestehenden Teich so zu optimieren, dass man mit den meisten Punkte als Sieger hervorgeht. Die perfekte Symbiose aus Tier und Jahreszeit herbeigeführt hat. Das ist der Plan.
Je vier Karten in zwei übereinander liegenden Reihen, insgesamt somit acht Karten hat jeder verdeckt vor sich, dann dreht jeder und jede eine beliebige davon um, so beginnt's. In der Tischmitte liegt eine Auslage von vier offenen Karten. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Karten. Wir nennen die eine mal salopp vollflächig: grüner, oranger, pinker oder blauer Hintergrund, der für eine Jahreszeit steht, dazu eines von vier Tieren und eine Zahl. Die Zahl hat man als Punkte schon einmal fix, wenn die Karte im eigenen Teich liegt. Die andere Art Karte hat eine Variable: die könnte zum Beispiel eine kleine blaue Fläche und = 5 zeigen, was heißt, dass jede blaue Karte, die in die Wertung kommt, fünf Punkte wert ist. Oder die Variable zeigt eine Libelle und = 2, jede gewertete Libelle bringt in diesem Fall zwei Punkte. So einfach ist es.
Abgerechnet wird nach sieben Runden, wenn alle am Tisch pro Runde eine ihrer verdeckten Karten gegen eine offene getauscht oder aufgedeckt haben. Bin ich an der Reihe, tausche ich immer eine Karte aus der Auslage mit einer meiner verdeckten oder offenen Karten in meinem Teich.
Der Clou von Symbiose ist, dass zum Ersten der eigene Teich zählt. Wie viel, das definieren die Werte oder Bedingungen der vier mittleren Karten im Teich. Die zwei links und zwei rechts ausliegenden Karten beziehen sich jedoch auf den Teich des linken bzw. rechten Mitspielers. Es ist also taktisch klug, zuerst einmal die noch verdeckten Karten(felder) im mittleren Bereich des Teichs zu besetzen. Denn je mehr Karten deine unmittelbaren Nachbarn schon aufgedeckt haben, umso passender, sprich: punktebringender kannst du deine äußeren Plätze besetzen. Immer vorausgesetzt, es liegen brauchbare Karten in der Auslage. Doch die wechselt ohnehin nach jedem Spieler.
Weil wir festgestellt haben, dass es gerne Missverständnisse gibt, hier klargestellt: In jede einzelne Kartenwertung wird immer der gesamte Teich mit allen acht Karten einbezogen – also entweder alle acht eigenen Karten oder alle acht Karten des linken oder alle acht Karten des rechten Nachbarn. Da die Multiplikatoren je Farbe oder je Tier bis zu 5 reichen, kann einiges an Punkten zusammenkommen. Es heißt ganz genau hinzuschauen, wie oft welches Tier und wie oft welche Jahreszeit (Farbe) im Teich vorkommt. Da zahlt es sich in der vorletzten oder letzten Runde manchmal sogar aus, eine bereits offene Karte gegen eine bessere auszuwechseln.
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Nochmals spielen? Gerne, auch well’s eine angenehme Spieldauer hat. Gleich nochmal! |
Rund ums Spiel Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt |




… die einzige Art, richtig verstehen zu lernen.