Die Irrlichter sind deine Freunde
Du legst nicht nur einen Wald der Lichter an, sondern nacheinander drei, wobei du immer einen Teil vom vorigen mitnimmst.
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Nr. 1647: Wispwood | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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| Der Teich im Wald von Wispwood: Acht Irrlichter und jeweils zwei Formen dazu zum Auswählen. | |
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Herzallerliebst: Links die "bereite" Katze, rechts, wenn sie sich "versteckt"
Bilder: CGE
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Die gute Nachricht
es ist wirklich abwechslungsreich!
Die schlechte Nachricht
keine
Rein ins Spiel!
Wir begeben uns in einen magischen Wald. Einen Wald der Lichter, wie der Untertitel verheißt. Es sollen ja angeblich Irrlichter sein. Irrlichter sind ein wiederkehrendes Motiv in der modernen Subkultur, besonders in Fantasy- und Science-Fiction-Filmen. Verheißen die Irrlichter aber auch Gutes? Nun, eigentlich schon. Dass manche auf Schabernack aus sind … ja, warum nicht.
Es gibt vier verschiedene Irllichter in diesem Legespiel. Sie haben die Form und Farbe von Kürbissen, von grünen Hüten, roten Herzen, die nicht immer als solche gut zu erkennen sind, und blauen Kugeln. Bei uns heißen sie einfach immer "Kugelblitze". Jedes Irrlicht hat eine andere Vorliebe, was Folgendes heißt: In dem Wald, den jeder von uns legt, bringen sie am meisten Punkte, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Welche genau, das geben pro Partie wechselnde Zielkarten vor. Das Kugel-Irrlicht mag es, wenn in derselben Reihe oder Spalte möglichst viele andere Irrlichter sind. Kürbisse mögen einmal gerne einen anderen Kürbis neben sich, ein andermal überhaupt nicht.
Wispwood hat verschiedene interessante Aspekte. Das Spiel geht über drei Runden, wobei in jeder ein neuer Wald gelegt wird, dessen Fläche jedoch von Mal zu Mal wächst. 4x4 Plättchen in der ersten Runde, 5x5 in der zweiten und 6x6 in der letzten. Ein Wald besteht aus neutralen Baumplättchen und Irrlichtern. Die Baumplättchen werden nach Runde 1 und Runde 2 entfernt, die Irrlichter bleiben jedoch liegen, wo sie sind.
Es geht also darum, vereinfacht gesagt, den Platz rund um sowie zwischen den Irrlichtern jedes Mal neu zu füllen. Und zwar so, dass die Bedingungen erfüllt werden und möglichst viele Siegpunkte erzielt werden.
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Wo welches Irrlicht leuchtet: Nicht zuletzt darum geht es beim Familienspiel Wispwood. Rechts eine Zielkarte. |
Schauen wir uns genauer an wie der Wald befüllt wird. Da stellen wir uns ein bisschen Tetris vor. Am Beginn stehen an einem Teich acht Irrlichter im Kreis zur Auswahl, zwischen ihnen jeweils eine schematische Form von zwei bis vier Feldern. Wer ein Irrlicht nimmt und es in seinen Wald setzt, muss das so tun, dass dabei eine der beiden Formen aus Baumplättchen und dem Irrlicht gelegt wird. Eines der Felder der gewählten Form nimmt dabei immer das jeweilige Irrlicht ein. Überraschend viele Testspieler haben das anfangs negiert, ohne Absicht freilich – sie wollten die Form legen und das Irrlicht zusätzlich. Das war aber auch das Einzige, was den Testrunden hin und wieder Probleme bereitete.
Schließlich ist Wispwood von der Mechanik her einfach gestrickt. Doch die Spieltiefe und die Möglichkeiten überraschen. Dafür sorgt beispielsweise deine persönliche Katze. Sie ist dein erstes Feld im noch imaginären Wald. Sie ist lieblich und „bereit“, wie es in der – übrigens hübschen und gelungenen – Anleitung heißt. Wie es sich für ein Fantasyspiel gehört, hat die Katze besondere Fähigkeiten. Sie kann neue, andere Irrlichter in der Auswahl herbeizaubern oder sie befähigt dich, ein Irrlicht und eine Form zu wählen, die eigentlich nicht zusammengehören. Danach „versteckt“ sich die Katze, wozu ihr Plättchen umgedreht wird und nur noch Augen der Katze aus einem Baumstumpf hervor lugen. Entzückend! Selbstredend, dass du deine Katze mit einem bestimmten, sogenannten Baumzug wieder auf „bereit“ stellen kannst. Der Baumzug ist übrigens wichtig, um Lücken in deinem Wald zu füllen. Aber das geht jetzt zu sehr ins Detail.
Wichtig ist zu wissen: Welche und wo du Irrlichter in der einen Runde setzt, bestimmt in einer späteren auch die jeweiligen Möglichkeiten, die du hast. Du tust gut daran, dass du dich auf ein oder zwei Irrlichter und deren Auswirkungen konzentrierst. Das vergrößert deine Chancen, viele Punkte zu machen, da die fünf zufälligen Zielkarten einer Partie Wispwood bis zum Schluss unverändert gelten.
Mit hervorragendem Spielmaterial ist Wispwood ein ausgezeichnetes Familienspiel, das durch die jedes Mal anderen Launen der Irrlichter nicht so schnell langweilig wird und dennoch in einer angenehmen Zeit – 35 bis 60 Minuten – gespielt werden kann.
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Nochmals spielen? Yep! |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Piatnik zur Verfügung gestellt |






