Aufgefächert
Niedrige Karten bringen Punkte, hohe Karten bringen Kartenachschub. Beides braucht man. Das ist das spielerische Dilemma bei dieser Neuheit von Amigo. Offen ist, wie vielen der Wortwitz im Spieletitel auffällt.
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Nr. 1674: Fantastique | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
Die sieben Fächerarten aus sieben verschiedenen Ländern sind im kleinen Anleitungsheft vorbildlich beschrieben
Die schlechte Nachricht
Spielmaterial von sehr unterschiedlicher Qualität
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| Der vordere Spieler hat vier blaue Fächer mit dem Wert 6 ausgespielt. Das sind mehr als die anderen ausgespielt haben, deshalb bekommt er die Goldmedaille mit dem Wert 10, Silber mit dem Wert 5 geht an den Spieler mit den drei 4ern, weil deren Wert höher ist als die drei 1er des Spielers oben. Bronze. Der Spieler rechts geht ohne Medaillen leer aus, darf aber mit seinem ausgespielten Wert von 3 als Dritter nach 6 (unten) und 4 (links) Nachschub aus der Auslage nehmen. Der obere Spieler mit den 1ern zieht als letzter nach, weil er den niedrigsten Wert ausgespielt hatte.
Bild: Amigo |
Rein ins Spiel!
Die Karten in diesem Spiel sind trapezförmig, was schon mal ungewöhnlich ist, aber genau zum gewünschten Effekt führt: Die zehn Karten, die du zu Spielbeginn in der Hand hältst (und alle anderen später), bilden einen perfekten Fächer. Als Spieler wollen wir über sieben Runden möglichst viele „gute“ Fächer den anderen zeigen und dafür Punkte kassieren. In jeder Runde winken mehr Punkte als in der Runde zuvor und werden in Form von kleinen Gold-, Silber- und (ab vier Personen) Bronzemedaillen verteilt.
Wie ist ganz einfach und schnell erklärt. Gold bekommt, wer am meisten Fächerkarten mit dem gleichen Wert auslegt, Silber wer am zweitmeisten auslegt usw. Wobei keine Kombination aus Wert und Anzahl exakt wiederholt werden darf. Das bedeutet bei einem Gleichstand der Kartenanzahl, dass derjenige die wertvollere Medaille erhält, dessen Fächerkarten den höheren Wert haben. Genau umgekehrt ist es beim zweiten Teil des Rundenabschlusses: Wer den höchsten Wert ausgespielt hat – das kann auch eine einzelne Fächerkarte gewesen sein –, darf aus der Auslage mit fünf Fächerstapeln (gleiche Werte werden aufgefächert, siehe Bild) als Erster Nachschub beziehen.
Du steckst also jede Runde in einem kleinen Dilemma: hoch oder niedrig?
Fantastique geht flott von der Hand. Am Spielende solltest du noch ein paar Handkarten haben. Denn dann wird noch ein sogenanntes Grande Finale gewertet. Hierbei geht es um bestimmte Kartenbedingungen, auf die man sich zu Beginn aus sechs Möglichkeiten geeinigt hatte. Braucht’s das? Darüber lässt sich streiten.
Unbestritten sind die Idee und das Thema gut. Allerdings versagten wir dem Spiel einen vierten Wertungspunkt aus zwei Gründen. Das Spiel ist sehr, sehr abhängig vom Kartenglück. So verlaufen die Partien denn auch sehr unterschiedlich, ohne dass man wirklich großen Einfluss darauf nehmen kann. Und so schön und beeindruckend die sieben unterschiedlichen Fächer von Miriam Growe illustriert sind und in der Hand buchstäblich ein tolles Bild abgeben – der Rest des Materials, vor allem die einfallslosen Medaillen sacken dagegen unterirdisch ab. Sie machen den guten Eindruck zunichte. Schade.
Ach ja: Der Wortwitz besteht in der englischen Bezeichnung „fan“ für Fächer, der Teil des Namens ist.
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Nochmals spielen? Wen der Glücksanteil nicht stört … |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Amigo zur Verfügung gestellt |




