Axiom
Aus Die Spielwiese 19 (1992)
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Nr. 168: Axiom | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
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Die Spieleszene lebt sehr stark von Idealisten. Ohne sie bliebe manch gute Idee unveröffentlicht - große Verlage sehen oft keinen wirtschaftlich vertretbaren Absatzmarkt. Zu diesen Idealisten zählen die jungen Mannheimer Thomas Deininger und Armin Braun, zu diesen Spielen Axiom. Das Spiel des Engländers Michael Seal ist sehr abstrakt. Ziel ist es, eines seiner beiden Zepter auf einen Würfel zu ziehen, der bereits mit einem Zepter des Gegners besetzt ist.
Die Skizze links zeigt zum besseren Verständnis eine der möglichen Ausgangsstellungen. Von beiden Farben gibt es sechs Würfel: drei mit einer pramidenförmigen Ausbuchtung, drei mit zwei Ausbuchtungen. Alle übrigen Würfelflächen haben Vertiefungen. So können die Würfel ineinander verzahnt werden. Auch die Zepter halten dank einer speziellen Konstruktion sogar seitlich angebracht.
Wer am Zug ist, hat zwei Möglichkeiten. Entweder versetzt er einen Würfel (in einem Nachtrag empfehlen die beiden Jungs von „Axiom" sinnvollerweise, daß die Würfel nur noch Fläche an Fläche angesetzt und verzahnt werden sollen: laut erstem Regelheft genügt Kante an Kante). Oder man zieht eines seiner Zepter. Alle geradlinigen oder diagonalen Richtungen sind erlaubt. Soweit, bis man auf ein Hindernis (entweder ein Zepter oder eine „Pyramide“) stößt. Zieht man sein Zepter von einem gegnersichen Würfel auf einen eigenen, wird der Ausgangswürfel aus dem Spiel genommen. Dadurch wird der Spielverlauf Idarerweise progressiver.
Eine der Strategien ist, die Würfel des Gegners zu blockieren: man setzt seine drauf. Eine andere, schwierigere, den Gegner in die Zange zu nehmen: man attackiert mit seinen beiden Zeptern gezielt eines seines Gegners.
Wie für alle derartigen Spiele gilt auch für Axiom: Übung macht den Meister und das Spiel erst interessant. „Zwei Minuten bis zwei Stunden" ist als Zeitangabe angeführt. Nun, so lange dauert ein Spiel denn doch nicht. Die Dauer bleibt aber immer abhängig von der Stärke der beiden Spieler.
Axiom wird vorläufig in einer sehr kompakten Box angeboten. Sie soll zu einer Schachtel mit „Normalgröße“ abgeändert werden. Einziger Vorteil: es wäre ein Brett integriert, damit das Gebilde besser von allen Seiten betrachtet werden kann.


