Hier lassen es die Kinder krachen!
Die Spielemacher entdecken den hohen Norden. Eskimo- pardon: Inuit-Spiele sind im Kommen.
Aus Spielwiese 49 (1998)
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| Durch die ins Eis geschlagenen Löcher wird geangelt – sehr lebensecht, vor allem das Knacken des Eises. | |
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| Bis ins kleinste Detail perfekt gemacht und thematisch vorbildlich umgesetzt: Das Angelspiel Kayanak von Haba. Auch für "erwachsene Kinder" ein Eisbrecher. | |
Einer unserer Testfamilien passierte es, daß die Kinder an einem Sonntag Mama und Papa ungewohnterweise ausschlafen ließen. Der Grund: Sie wollten "ungestört" Kayanak spielen. Das spricht eindeutig für diese Haba-Neuheit, die zwar als Kinderspiel erschienen ist, aber auch als Familienspiel taugt.
Seinen besonderen Reiz bezieht Kayanak aus seiner realitätsnahen Umsetzung inklusive dem Krachen, wenn die Inuits (früher Eskimos genannt), das Eis durchbrechen, um der Fische habhaft zu werden. Wie dieses Eishacken simuliert wird ist so verblüffend wie einfach: der Spielplan wird auf die Erhöhung in der Schachtel gelegt und besteht aus zwei Schichten Karton, die an denselben Stellen gelocht sind. Dazwischen wird ein Blatt Papier gelegt. Wenn nun ein Inuit an einer Stelle das Packeis mit der umgedrehten und an diesem Ende gespitzten Angel durchstößt, kracht das zwischen den Spielplanschichten in Spannung gebrachte Papier. Genial!
Die Haba-Redaktion hat dabei an alles gedacht, so weist der Schaft dieses hölzernen "Pickels" einen Abstandhalter auf. Und die Spieler danken herzlichst, daß in die Aussparung ein Papier mit dem üblichen DIN A4-Format paßt.
Es ist schon angedeutet worden, daß es darum geht, Fische zu fangen. Fische sind 15 "große" Stahlkugeln und 75 kleine Stahlkugeln (zumindest vor dem ersten Spiel, denn die Verlustrate der kleinen Dinger kann beträchtlich sein). Die Kugeln werden zu Spielbeginn in den Schachteleinsatz geschüttet. Sie fangen sich in kleinen Löchern.
Spielplan-Sandwich drauf, fertig.
Gespielt wird mit zwei Würfeln. Beide zeigen Augen, daneben eine Aktion bzw. eine Temperaturveränderung an. Die Augenzahl beider Würfel bestimmt, wie viele direkt an die Figur angrenzende Löcher aufgehackt werden dürfen, wenn auf dem Würfel auch der Pickel erscheint. Zeigt er einen Fisch, dann darf der Inuit endlich angeln. An der Angel hängt ein ziemlich starker Magnet, der auch mehrere Fische hochhebt (über zu schwache Magneten ärgert man sich ja bei den meisten anderen Angelspielen). Die geangelten Fische werden in einen Holzbottich gelegt – bei Haba natürlich aus richtigem Holz. Zeigt der Würfel ein Fragezeigen, kann man sich seine Aktion aussuchen. Durch die Temperatursymbole können Eisschollen "tauen" und unbespielbar gemacht werden oder schon geöffnete Löcher im Eis wieder zufrieren. Dann wird ein Plättchen darauf gelegt. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten bzw. wertvollsten Fischen.
Mindestens eine zweite Runde ist programmiert. Und noch einmal: Erwachsene ran, Kayanak darf man nicht nur den Kindern überlassen!
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Nr. 495: Kayanak |
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Spielwiese-Code | |
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1998: Haba |
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Themen: Fische, Angeln, Inuit, Eis
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Spielanleitung zum Herunterladen |
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Auszeichnungen
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-Service:
… nicht nur eine schöne sondern eine ganz wichtige Beschäftigung, die noch dazu viel Spaß macht.