Wer hier gewinnen will, muss verdammt schnell sein!
Denkbar schnell, denkbar einfach: Jungle Speed. Das Spiel hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich.
Ergänzt und überarbeitet aus Spielwiese 49 (1998)
![]() |
|
Wenn alle das Totem wollen, dann heißt es aufpassen. Auch, weil akute "Verletzungsgefahr" droht. |
![]() |
|
Die Ausgabe von Flitzebogen als Jungle Jam war die optisch ansprechendste und hatte einen "afrikanischen" Touch. |
Gehen wir kurz zurück ins Jahr 1998. Die Leute von Flitzebogen (einem ehemaligen Verlag) waren echt bescheiden. Sie schienen als Autoren nicht auf, "weil es ja eigentlich ein traditionelles Spiel ist". Naja, ganz so eindeutig war es nicht, und rund um dieses Spiel gab es einiges an rechtlicher Auseinandersetzungen. Schon 1993 kam bei Parker Zuma heraus, das in einer Wiederauferstehung 2005 dann Toru getauft wurde. Mit verschiedenen Namen tauchte das Spiel bei verschiedenen Verlagen im Laufe der Jahre auf – alle sehr, sehr ähnlich.
Die Erstauflage der Flitzebogen-Ausgabe hatte noch etliche Mängel in der Anleitung, machte aber trotzdem verdammt viel Spaß. Im Jahr darauf brachte es Goldsieber als Arriba! heraus – mit funktionierenden Regeln.
Jungle Speed, wie es seit 2003 heißt, ist ein im Grunde genommen einfaches Reaktionsspiel. Nacheinander decken die Spieler blitzschnell eine Karte aus ihrem Handstapel auf und sollen, wenn dann zwei gleiche Motive am Tisch liegen, genauso schnell nach dem Totem in der Tischmitte greifen. Ein Vergleich mit Halli Galli drängt sich auf, doch ist Jungle Speed mit seinem Material das edlere Spiel. Das Ziel ist dasselbe: als Erster die Karten los zu sein. Der Weg ein anderer: Nach dem Holzstab greifen nur die beiden Spieler, die die gleichen Symbolkarten vor sich liegen haben. Der Langsamere muss dann alle seine bereits abgelegten Karten und die des Schnelleren auf die Hand nehmen.
Konzentration gefragt
Jeder Spieler erhält einen Stapel an Karten mit verschiedensten Symbolen, der reihum aufgedeckt wird. Auf diese Weise entsteht vor jedem Spieler ein offener Ablagestapel. Knifflig wird's, wenn die Sonderkarten ins Spiel kommen. Dann decken entweder alle Spieler gleichzeitig ihre nächste Karte auf oder sie fordern die gesamte Spielerrunde zum gleichzeitigen Griff nach dem Totem heraus. Oder es gelten plötzlich nicht mehr die Formen der Symbole, sondern deren Farben.
Jungle Speed erfordert eine hohe Konzentrationsleistung. Das behagt nicht jedem. Denn das Spiel lebt davon, dass Fehler gemacht und Karten verwechselt werden. Das Spielziel ist dabei eigentlich Nebensache.
Die heutige Packung und Gestaltung haben zwar nicht mehr den edlen Charakter der Flitzebogen-Ausgabe. Aber es ist dennoch an vielen Abenden flotter Spaß garantier.
![]() |
Nr. 502/1013: Jungle Speed |
|
|
Spielwiese-Code | |
|
2009: Asmodee
2003: Upper Deck
2003 Piatnik
1999: Goldsieber
1998: Flitzebogen
|
|
|
Themen: Dschungel |
|
|
|
Rund ums Spiel
|
|



| E | 8 |
|




Preis-Leistungsverhältnis
Anspruch
Glücksanteil
-Service:
