Die Akademie Remscheid ist jeden Februar Stätte des "Spielmarkts", der größten Veranstaltung für Spielpädagogik. Das Schwerpunktthema für 2009 ist "Spielen – Bauen – Gestalten" und findet vom 25. bis 27. Februar statt. Doch zuvor begeht die Institution in den nächsten Tagen gebührend ihren runden, den 50. Geburtstag. Die Akademie Remscheid wurde 1958 als bundes- und landeszentrales Bildungs- und Projektzentrum für alle gegründet, die Kinder und Jugendliche in ihren Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeiten bilden. "An diesem Auftrag hat sich bis heute nichts geändert," so Prof. Dr. Max Fuchs, Direktor der Akademie Remscheid, "aber die Aufgaben der kulturellen Bildung haben sich ausdifferenziert. Die Akademie Remscheid wird in den
kommenden 50 Jahren genug zu tun haben, um diese anspruchsvolle Arbeit erfolgreich zu gestalten."
In der kulturellen Bildung nimmt für die Akademie Remscheid Spielen einen zentralen Platz ein. Es gibt einen eigenen Fachbereich dafür. Mehrere Generationen von Spielpädagogen haben ihre Ausbildung in Remscheid absolviert. Der Fachbereich wurde von Ulrich Baer aufgebaut, der auch eine Reihe von Standardwerken verfasst hat, und heute Dozent für Kreativität und Kulturpädagogik an der Akademie Remscheid ist. Heute wird der Fachbereich Spielpädagogik von Gerhard Knecht geleitet, dessen Herkunft unter anderem Spielbusarbeit, spiel- und kulturpädagogische Projekte bei der Pädagogischen Aktion München, Spiellandschaft Stadt, Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile ausweist.
Festakt am Freitag
Zum runden Jubiläum schenkt die Akademie Remscheid allen, die 2008 mit ihr gemeinsam 50 Jahre alt werden, 50 Prozent der Kursgebühr. Wer im Jahr 1958 geboren ist und sich für einen Kurs anmeldet, braucht also nur die Hälfte der jeweiligen Kursgebühr zu bezahlen. Das gilt allerdings nur für das Kalenderjahr 2008.Mit einem Festakt am Freitag um 16 Uhr beginnen die Feierlichkeiten. Der Festvortrag wird von Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gehalten. Im Publikum sitzen rund 150 Ehrengäste aus den Partnerverbänden und -instituten, aus den Parlamenten, aus der Stadt Remscheid, Gastreferenten, Dozenten und Ehemalige, die Regionalpartner und der Freundeskreis der Akademie.
"Es ist schön, sich zu einem historischen Anlass feiern zu lassen", bekräftigt Prof. Dr. Max Fuchs, Direktor der Akademie Remscheid, "wir wollen aber vor allem nach vorne schauen und mit unseren Gästen darüber sprechen, welche Aufgaben die kulturelle Kinder- und Jugendbildung heute hat und künftig haben wird. Als Bildungsinstitut sind wir noch nicht alt genug, um uns auf unseren Erfolgen auszuruhen." Der Festvortrag von Minister Laschet widmet sich deshalb dem Thema "Jugend und Kultur – Herausforderungen an die Kinder- und Jugendarbeit".
Dem Festakt geht eine zweitägige Tagung voraus, in der das Dozententeam der Akademie Remscheid gemeinsam mit rund 100 Fachkollegen und langjährigen Kursteilnehmern die Perspektiven der beruflichen Qualifikation in der kulturellen Bildung erörtert. Dabei geht es vor allem darum, was kulturelle Bildung zur Chancengleichheit von sozial benachteiligten Kindern beitragen kann, es geht um die Kooperation der Schulen mit Partnern aus der Jugend- und Kulturarbeit und um die Konsequenzen der neuen Informations- und Kommunikationsmedien für den kulturellen Wandel und für die Pädagogik.

