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HANDEL. Die erste Jahreshälfte konnte die Erwartungen der Spielebranche nicht erfüllen. Jetzt wird auf einen "heißen Spieleherbst" im Hinblick auf Weihnachen gehofft.
Um das von starken Umsatzzuwächsen des vergangenen Jahres erzeugte hohe Niveau auch im Jahr 2011 wieder zu erreichen, bedarf es nach Ansicht der Fachgruppe Spiel (= die wichtigsten und größten Hersteller) im traditionell verkaufsstarken letzten Quartal heuer besonderer Anstrengungen. Der Umsatz bei Kinderspielen hatte 2010 um 15 Prozent zugelegt, bei Gesellschaftsspielen allgemein elf Prozent.
Einzelhandel und Verlage konstatieren übereinstimmend, dass der späte Ostertermin 2011 als klassischer Geschenkanlass für Spiele in der ersten Jahreshälfte seine wichtige Rolle nicht in gewohntem Umfang gespielt hat. Es war zu dieser Jahreszeit schlicht einfach schon zu warm und die Interessen orientierten sich bereits nach draußen.
Sammelkartenspiele und Puzzles litten besonders
Im Detail: Spiele und Puzzles mussten sich im Jahresvergleich zwischen Jänner und August 2011 mit einem Rückgang von sieben Prozent begnügen. Besonders betroffen von Kaufunlust waren Sammelkartenspiele und hochpreisige elektronische Spiele.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Die Hoffnung der Branche wird durch zwei Umstände genährt. Zum Einen zeichnete sich im Juli und August bereits wieder ein Aufwärtstrend ab, zum Anderen lehrt die Erfahrung, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Die Konsumenten werden, so die Vermutung der Fachgruppe Spiel, in diesem Weihnachtgeschäft mehr Geld locker machen als bisher.

