MESSE. In Essen haben heute die Internationalen Spieltage 2011, auch "SPIEL 2011" genannt, begonnen. Das weltweit größte Treffen für Gesellschaftsspielbegeisterte dauert bis Sonntag. Die Spielwiese ist natürlich dabei.
Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute in eine U-Bahn-Garnitur gehen! Die Anreise zum Essener Messegelände mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nichts für Leute, die unter Klaustrophobie leiden. Anders rum ausgedrückt: Auch in diesem Jahr darf sich der veranstaltende Merz-Verlag nicht über mangelnden Besucheransturm beklagen.
Schlag 10 Uhr öffnen sich die Tore zu den Hallen und die Menschenmasse quillt herein.
Ein Jahr der Rekorde
Es ist das Jahr der Rekorde, teilt der Veranstalter stolz mit: 810 Aussteller aus 34 Nationen zeigen auf rund 46.000 m2 Ausstellungsfläche an die 750 Neuheiten und Weltpremieren. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 786 Aussteller aus 32 Nationen.
Noch stärker vertreten als bereits in den Vorjahren sind Verlage und Spielehersteller aus den Oststaaten. Die Auslandsbeteiligung nähert sich mit 48 Prozent in diesem Jahr der Hälfte. In den Gängen herrschen mittlerweile sprachbabylonische Zustände. Die Internationalisierung der Messe spürt jeder Besucher auch am eigenen Leib, wenn er sich durch die Hallen oft zwängen muss. Das war am ersten Vormittag bereits so. Hier sind Kapazitätsgrenzen zeitweise erreicht, wenn nicht überschritten. Bis Sonntagabend muss sich beweisen, ob mit dem Öffnen von erstmals elf Hallen das Auslangen gefunden werden kann.
Buntes Programm, buntes Publikum
Essen, das ist nicht nur Gesellschaftsspiel, wenn auch vor allem. Parallel dazu findet auch eine Comic-Messe statt. Eine besondes schöne Beschreibung der Veranstaltung hat die Spielwiese bei den Kollegen von "Coolibri", einem deutschen Stadtmagazin gefunden: "Großfamilien mit Kindern, Comic-Fans im japanischen Schulmädchen-Look und Live-Rollenspieler in Ork-Kostümen. Ein buntes Publikum trifft sich auf der Spiel 2011. An vier Tagen im Oktober wird Essen zum Mekka der Spieleszene. Zwar gibt's auch elektronische Zuckerware, der Schwerpunkt liegt aber auf analogen Dingen: Brettspiele, Kartenspiele und Geschicklichkeitsspiele …"
Allein 2010 kamen rund 150.000 Besucher. Es könnte also ein bisschen voll werden.
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