Das Traum-Orchester
War es immer schon Ihr Traum, mit Placido Domingo, Edith Mathis oder Yehudi Menuhin auf Du und Du zu sein? Möchten Sie in der großen Musikwelt die erste Geige spielen? Zuhause ist das kein Problem. Spielen Sie dieses Spiel.
Überarbeitet aus Spielwiese 3/89
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| Maestro aus der Vogelschau: Für jedes Instrument der zehn Stücke, die besetzt werden können, gibt es exakt einen Musiker. Die Spieler ziehen die Musiker-Kärtchen verdeckt und entscheiden sich zuerst einmal, wie hoch der Vertrag dotiert ist, den sie ihnen geben wollen. | |
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Jeder Spieler erhält eine Agentur. Sie hat zehn Felder in zwei Reihen. Die Zahlen symbolisieren |
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Sie mimen den großen Impresario. Diese Rolle ist Ihnen auf den Leib geschrieben: Sie entscheiden, wer in welchem Konzert auftritt.
Vorausgesetzt, das Glück spielt etwas mit.
Aber die Startbedingungen sind ideal. Ihre Künstleragentur besitzt einen Maestro. Ohne den geht gar nichts. Er ist für jedes der zehn Musikstücke, die aufgeführt werden können, unentbehrlich. Er gibt für Sie den Ton an. Wenn Sie an der Reihe sind, ziehen Sie ein bis drei Musiker aus dem Beutel und geben ihnen zuerst einmal Verträge in Ihrer Agentur.
Hier müssen Sie abwägen und entscheiden, welchen Vertrag Sie ihnen geben: Sie sind zwischen einem und zehn Punkten wert. Sechs bis zehn sind Exklusivverträge, während Musiker, die sie billiger entlohnen, Ihnen von einem Konkurrenten abgeworben werden könnten.
Auf weiches Vertragsfeld Ihrer Agentur Sie einen Musiker legen, hängt davon ab, auf welches Musikstück Sie es abgesehen haben. Für die Sonate von Claude Debussy brauchen Sie beispielsweise eine Flöte, eine Bratsche und eine Harfe. Einen dieser Musiker ersetzen Sie durch einen Maestro (Joker-Funktion) und belegen das Ensemble nach Möglichkeit unter einem Mal. Dann verdoppelt sich nämlich die Punktezahl pro Musiker (zehn statt fünf).
Außerdem ist der Kritiker (spezielle Karte auf einem Steckfuß) von dieser Leistung derart begeistert, dass er Ihnen zur Seite steht bis ein anderer Spieler ebenfalls ein Konzert auf einmal besetzt.
Was das bringt? Zehn Punkte gratis bei Beginn eines Spielzuges.
Aus taktischen Gründen empfiehlt es sich, möglichst früh auf diese Weise den Kritiker an sich zu binden. Denn von Runde zu Runde wird es schwieriger, komplette Rollenverteilungen durchzuführen. Denn die Auswahl der Stücke beginnt zwar bei einem Duo, endet aber bei einem Septett. Und für alle braucht nun die passenden Instrumente.
Sie können bei Maestro auch ein unvollständiges Werk setzen. Das bringt Sie allerdings um den Vorteil der doppelten Punkteanzahl. Manchmal wird Ihnen aber gar nichts anderes übrig bleiben, denn Ihre Agentur kann maximal zehn Verträge vergeben.
Aber trösten Sie sich. Ihren Mitbewerbern geht es ja auch nicht besser! Sehen Sie nur: da hat einer noch eine Posaune und ein Cello. So ein Pechvogel! Die bringt er nicht mehr los und kassiert dafür Minuspunkte.
Zwar gibt es genau so viele Instrumentenkarten wie identische Felder auf dem Spielplan, aber die zehn Maestri nehmen ebenso vielen Musikern ihren Platz weg.
Maestro ist zu Ende, wenn ein Spieler keine neuen Musiker mehr nachziehen kann oder die letzte Applauskarte gelegt wurde. Diese "Klatschenden Hände" sind den Musikerkärtchen untergejubelt und müssen nach dem Ziehen sofort in eine separate Reihe gelegt
werden.
Sieger dieses kurzweiligen Spiels ist, wer logischerweise die meisten Punkte hat. Er hat damit bewiesen, dass er durch sein ausgewogenes Handeln als Impresario reif wäre, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu besetzen.
Fast 20 Jahre danach
Wie ist das Spiel heute, fast zwei Jahrzehnte nach seinem Erscheinen zu beurteilen? Gäbe es den engen Verwandten Café International nicht, der die Auszeichnung Spiel des Jahres 1989 gewonnen hatte, wäre Maestro mit großer Wahrscheinlichkeit später wieder einmal aufgelegt worden. Dafür spricht nicht nur, dass das in Form eines Kinderspiels durch Amigo passiert ist (siehe unten). sondern vor allem durch die Qualität der Spielidee.
Maestro erlaubt noch einen Tick mehr Taktik als Café International durch die Ablage in der Agentur. Dadurch vergrößert sich das Spektrum an Legemöglichkeiten, allerdings sind die Felder, auf denen die Musiker gelegt werden müssen, klarer definiert als beim anderen Spiel.
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Nr. 61: Maestro |
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Spielwiese-Code | |
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1989: Hans im Glück
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Themen: Musik, Konzert, Klassik
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Auszeichnungen
Rund ums Spiel
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Preis-Leistungsverhältnis 


Kommunikation mit der Familie, Beisammensein, Sich-gegenüber-sitzen, gemeinsam Zeit miteinander verbringen und Spaß dabei haben.