Einkaufsbummel
Nicht Millionen stehen bei diesem Wirtschaftsspiel im Vordergrund, sondern der tägliche Einkauf aus der Sicht der Ladenbesitzer.
Aus Spielwiese 4/89
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Jumbo steht nicht nur auf überbreite Schachteln, Jumbo liebt auch tischfüllendes Spielmaterial. So dehnte sich die City mit ihren Geschäften selbstsicher vor einem aus. Es genügen ihr wenige Straßenzüge, dafür reiht sich ein Laden, ein Kaufhaus ans andere.
Folge: In der City herrscht emsiges Treiben.
Jeder Ladenbesitzer versucht, möglichst viele, noch besser: die kaufkräftigsten Kunden in seine vier Wände zu locken. Am liebsten ist ihm "Bonzo", die schwarze Spielfigur. Dieser Kunde ist schwerreich und läßt sein Geld in Form von drei Pluspunkten liegen. Der gehobene Mittelstand, vertreten durch zwei blaue Spielfiguren, bringt immerhin noch zwei Punkte in die Kasse, während die Masse (drei Figuren) sich mit einem Punkt zu Buche schlägt. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
Alles wäre eitel Wonne, ginge nicht "der rote Rocco" um. Er verkörpert die ungute Spezies des Ladendiebs. Man halst ihn am besten der Konkurrenz auf.
Denn jede Figur kann von allen Spieler bewegt werden. Man schmeißt den Spezialwürfel und rechnet sich aus, welche der Figuren entweder vor ein eigenes Geschäft oder vor das eines Mitbewerbers gezogen werden kann. Die Nasen der Figuren geben die Richtung an, die nur an Kreuzungen gewechselt werden darf.
Aus dem Gewinn können weitere Geschäfte (zu Beginn hat jeder vier) eröffnet werden. Die Kaufhäuser sind die lukrativsten: Steht ein Kunde zu Beginn einer Runde vor einem Kaufhaus, gibt es Pluspunkte, auch ohne daß die Figur zuerst bewegt worden wäre.
Eine Punktetabelle am Spielplanrand zeigt stets den aktuellen Kontostand an. Das Spiel ist zu Ende, wenn einer der Spieler auf dieser Tabelle das Zielfeld überschreitet – er ist der Sieger.
Trotz dieses an sich simplen Spielmechanismus' ist City keineswegs langweilig. Fad wird's nur, wenn die Spieler einfallslos reihum ziehen und die taktischen Möglichkeiten des Spiels nicht ausschöpfen.
So sehr sich die Jumbo-Leute bei der Gestaltung des Spielmaterials Mühe gegeben haben, so abstoßend eintönig ist die Spielanleitung ausgefallen. Schade.
Das Handicap, daß die blauen Figuren und die des Bonzo leicht zum Verwechseln sind, kann man mit etwas wasserfester Farbe selbst beheben: Wir haben Bonzo eine Perücke gemalt.
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Rund ums Spiel
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