Die Probleme mit Spielzeug aus China entwickeln sich zur endlosen Geschichte. Zwar greifen die örtlichen Behörden nach eigenen Angaben zwar hart durch, dennoch reißt die Serie der Rückrufaktionen nicht ab. Eine Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse.
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Eines der Spielzeuge aus China, die von der jüngsten Rückrufaktion betroffen sind. Foto: Toys'R'US |
Diesen Mittwoch: Der Spielzeughändler Toys 'R' Us ruft nach Angaben der US-Regierung 16.000 Spielzeuge aus China wegen erhöhter Bleiwerte zurück. Es handle sich um Produkte der Marke Elite Operations und gehören der Grupe von Kriegsspielzeug an.
In den vergangenen Wochen haben Spielzeughersteller und Händler mehrfach in China hergestellte Waren wegen erhöhter Bleiwerte zurückgerufen. Schon Ende August musste unter anderem Toys 'R' Us 27.000 Malkästen zurücknehmen, die bleibelastet waren.
Am Beginn der Serie stand der amerikanische Spielzeughersteller Mattel, der mit mehreren Rückrufaktionen für Schlagzeilen sorgte.
774 Festnahmen
Für zusätzliches Aufsehen sorgte der Selbstmord des Managers einer der betroffenen chinesischen Spielzeugproduzenten.
Wurde zu Beginn die Kritik aus dem Westen noch als "Handelskrieg" bezeichnet und von China heruntergespielt, bekamen es die Behörden im Reich der Mitte schlussendlich doch mit gewisser Sorge ums Geschäft zu tun: Sie setzten Kontrolleure auf die Produzenten an. Kontrolliert wurden nicht nur Spielzeughersteller, sondern auch andere Branchen.
DIesen Dienstag dann die Meldung, dass 774 Festnahmen in China wegen "Verstößen gegen Produktsicherheit" vorgenommen worden seien.
Die Festnahmen stünden im Zusammenhang mit 626 Kriminalfällen, die seit dem Start einer Kampagne zur Produktsicherheit im August entdeckt worden seien. Alle örtlichen Behörden und alle Verwaltungsbezirke hätten "hohen Druck" ausgeübt auf Hersteller oder Verkäufer von Produkten, die gegen die Sicherheitsvorschriften verstießen.
Über 700 Mal Exportverbot
Außerdem ist am Donnerstag bekannt geworden, dass das chinesische Amt für Produktionssicherheit gegen mehr als 700 Firmen wegen fehlender Produktsicherheit ein Exportverbot verhängt haben. In der Provinz Guangdong wurden insgesamt 1726 Spielzeugfabriken kontrolliert. Laut Angaben aus Peking wurden dabei auch 690 Unternehmen aufgerufen, ihre Werke zu renovieren und die Qualität ihrer Produkte zu verbessern.
Die Nachforschungen haben offensichtlich ein gigangtisches Ausmaß. Ein ranghoher chinesischer Beamter hatte vergangenen Monat gesagt, 187.000 Ermittler würden quer über alle Branchen 370.000 Firmen und 17.000 Märkte in China überprüfen.
Toys'R'Us Rückrufaktion
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