Dreiecksgeschichte
Ikonisch steht das Bügeleisen-Gebäude an der Ecke Broadway-5th Avenue. Gehen wir rund 125 Jahre zurück und beginnen mit seinem Bau.
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Nr. 1631: Flatiron | Spielwiese-Code | |
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Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
vom Thema und der Umsetzung her absolut stimmig
Die schlechte Nachricht
einzig in einem, allerdings wichtigen Detail hat das Hochhausbauen einen Haken
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| Kartengesteuertes Bauen des berühmten Dreiecks-Hochhauses in Manhattan. Jede Karte bei Flatiron bietet zwei Effekte an, auf einen muss man sich festlegen, kann ihn dann aber immer wieder nutzen. Auschlaggebend ist stets, an welcher der vier Straßen (oder der City Hall) sich die Spielfigur gerade befindet. Bild: spielwiese.at |
Rein ins Spiel!
Es ist eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Das 1902 erbaute Fuller Building in Manhattan, das aber alle ganz anders nennen, weil es wie ein altes Bügeleisen aussieht. Auf englisch: Flatiron. Im gleichnamigen Spiel sind wir zwei Bauunternehmer, die am Hochhaus bauen und mehr Sieg- und Ruhmespunkte dafür bekommen wollen als der andere. So werden wir ’nen Teufel tun, dem anderen Bauunternehmer zu guten Aufträgen zu verhelfen. Denn auf den vier Straßen, die das Flatiron einsäumen sowie im Bürgermeisteramt ist immer nur Platz für einen von uns. Und so blockieren wir manchmal lieber einen dieser fünf Orte, als dem Gegenüber eine veritable Chance zu überlassen.
Nur: Am Beginn eines jeden Zugs müssen wir unseren aktuellen Standort verlassen. Und so geht’s hin und her.
Aufträge, das ist sinnbildlich gemeint für die Karten im Spiel. Sie warten an der 22nd Street, 23rd Street, der 5th Avenue und am Broadway als kleine Stapel, während bei der City Hall sechs (Sonder-)Karten offen ausliegen. Die bringen erst am Spielende Punkte. Karten kaufen ist übrigens verhältnismäßig billig. Nach dem Kauf werden sie dem eigenen Firmen-Spielplan hinzugefügt, wo die gleichen vier Straßennamen einen Abschnitt bilden. Wahlweise wird die Karten ober- oder unterhalb der betreffenden Straße angelegt, womit die Spielmöglichkeiten erweitert werden.
Warum das Ganze, wird rasch klar. Mit dem schon angesprochenen Ortswechsel bringen die Spieler am Zugbeginn ihre Spielfigur an einen (leeren) Ort, an dem sie entweder eine Karte kaufen können, deren Effekte ausführen oder, wenn mal wieder Ebbe in der Kasse ist, zwei Dollar von der Bank bekommen.
Ein Beispiel. Ich spiele als Firma Fuller Rooftops (sie ist eine von acht zur Auswahl und jede ist etwas anders eingeteilt) und stelle ich meine Spielfigur an die Baustelle Broadway. Die dort liegende Karte kaufe ich nicht, doch ich nutze die Broadway-Effekte auf meinem Firmen-Spielplan: ich kann eine grüne Säule für 2 Dollar kaufen oder verkaufen und für einen weiteren Dollar mit einer meiner Säulen am Flatiron weiterbauen. Jede Etage braucht drei Säulen, bevor die nächste Decke darüber gebaut wird (was übrigens gute Punkte bringt). Jede der drei Ecken, an denen eine Säule hinkommt, bringt einen anderen Vorteil. Einmal Punkte, einmal Geld, einmal was anderes.
Noch ein vertiefender Hinweis zu den Karten: Alle haben zwei unterschiedliche Effekte, weshalb es gut zu überlegen gilt, welchen ich auf Dauer nutzen möchte. Denn einer von ihnen wird beim Schieben unter den Firmen-Spielplan immer verdeckt. Außerdem ist reglementiert, dass dort pro Straße maximal drei Karten und somit nur drei zusätzliche Effekte hinzugefügt werden dürfen.
Es gibt noch einiges rundherum bei diesem Spiel, aber belassen wir es hier bei seinem Kern: bestimmte Effekte möglichst direkt aufeinander folgend als Kette zu nutzen. Der Mechanismus ist wirklich gut ausgeklügelt, es gibt durch das Spielmaterial praktisch unzählige Variationen, weil es nie vollständig zum Einsatz kommt. So gleicht keine Partie der anderen. Wäre da nicht …
Manhattan, we’ve had a problem!
Das möchte man in Analogie zur Apollo 13-Mission rufen. 22nd Street, 23rd Street, 5th Avenue und Broadway sind durch vier unterschiedliche Farben gekennzeichnet, die sich natürlich auch auf den Karten sowie auf den Firmen-Spielplänen wiederholen. Allerdings, weil das spieltechnisch so gewollt ist, enthält jeder der vier Stapel an den vier Straßen Karten aller vier Straßen. In der ansonsten coolen Gestaltung von Flatiron ist dieser wichtige Punkt leider grafisch unbefriedigend gelöst, was immer wieder zur gleichen Verwechslung führt: An der (blauen) Baustelle Broadway liegt gerade die mit ihren Effekten verlockende Karte 5th Avenue (rot) aus, ziehe ich mit meiner Figur dort hin, kann ich aber nicht diese Karteneffekte nutzen, sondern die des Abschnitts Broadway auf meinem Firmen-Spielplan. Oder umgekehrt: Ich wollte die Karte meinem Abschnitt Broadway hinzufügen, kaufe die Karte und komme zu spät drauf, dass ich sie bei meinem Abschnitt 5th Avenue anlegen muss.
Die Verwechslungsgefahr ist permanent, auch wenn man Flatiron schon gespielt hat. Schade. Weil allerdings das Spiel selbst samt stimmigem Thema, Material, Anspruch und Varianz ansonsten top ist, haben wir dem Spiel den vierten Wertungspunkt gerne gelassen.
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Nochmals spielen? Ja, es ist einmal ein Zweipersonenspiel, das ausgetretene Pfade verlässt |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt |




… nicht nur eine schöne sondern eine ganz wichtige Beschäftigung, die noch dazu viel Spaß macht.