Hoffnung geplatzt
Burst ist ein englisches Wort für "platzen". Sobald Karten mit der Summe über 21 ausliegen, platzt die Auslage. Das ist der Hintergrund dieses Kartenspiels bei Pegasus.
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Nr. 1640: Burst | Spielwiese-Code | |
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2026: Pegasus |
Was ist's?
Für wen?
Was braucht's?
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Die gute Nachricht
einfacher von den Regeln her geht's kaum
Die schlechte Nachricht
der Wiederspielreiz nimmt schnell ab
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| Wir in der Kartenauslage die Summe 21 überschritten, zählen die Werte auf der Hand als Punkte. Bild: Lost Boy |
Rein ins Spiel!
Bist du an der Reihe, hast du zwei Möglichkeiten: Du nimmst entweder eine Karte vom Nachziehstapel auf die Hand oder legst eine Karte von deiner Hand in die Auslage am Tisch. Dieses dodeleinfache Prinzip penetriert Pegasus schon seit einiger Zeit mit Ich habe fertig / Fertig ich habe. Dort allerdings mit ironischem Einschlag. Hier ist's ernst.
So ernst, dass du nie mehr als drei Karten auf der Hand haben darfst. Also musst du irgendwann eine Karte ausspielen. Dass es einen Haufen Karten mit negativen Zahlenwerten gibt, erleichtert die geforderte Kopfrechnerei nicht unbedingt: Nach dem Ausspielen soll der Spieler bzw. die Spielerin immer die ausliegenden Zahlen addieren und die Summe ansagen. Denn: Ist die Summe höher als 21, endet die Runde. Wer die Auslage "zum Platzen" gebracht hat, geht leer aus – Strafe muss sein! –, alle anderen schreiben die Summe ihrer Zahlenwerte auf der Hand gut. Wer den Hunderter überschreitet, gewinnt Burst.
Man ist demnach versucht seine hohen Karten zu behalten, gleichzeitig aber mit hohen Karten, die man ausspielt, die nachfolgenden Spieler ins Verderben zu stürzen. Der Hoffnung, daraus ein spannendes Kartenspiel in die Hand zu bekommen, hält das nicht stand. Es ist monoton und taugt einigermaßen noch als Absacker oder zum Aufwärmen. Dass einige Karten zu Aktionen auffordern, reißt das Werk auch nicht heraus.
Pegasus reiht seine Neuheit in seine Spielereihe Einfach! Schnell! Clever! ein. Einfach, ja. Schnell, auch. Clever? Da setzen unsere Testspieler ein großes Fragezeichen dahinter. Die persönlichen Einwirkungsmöglichkeiten und der Spannungsbogen sind bestenfalls annähernd so groß wie beim auf den ersten Blick ähnlich gelagerten Oshiya Tokio vom vergangenen Herbst. Mit anderen Folgen geht es auch dort darum, nicht für das Überschreiten der Zahl 21 zu sorgen.
Noch ein versöhnliches Wort, es betrifft die Ausstattung. Eine solche solide und auch praktische Schachtel wünscht man sich für viele andere Kartenspiele – sie hat einen Magnetschnapper und öffnet sich ungewohnt nach oben. Auf der Innenseite des ausgeklappten Deckels ist die informative Zahlenverteilung zu sehen (Bild rechts). Außerdem sind die Karten größer als üblich, sie liegen perfekt in der Hand.
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Nochmals spielen? Nö. |
Rund ums Spiel
Das Rezensionsexemplar wurde von Pegasus zur Verfügung gestellt |




… die einfachste Art zu verreisen.