
Ein kleiner Spieleverlag aus Bayern muss sich gegen Gerüchte wehren, hinter dem Spieleverlag würde sich eine Sekte verbergen … Jeder vierte Internetnutzer spielt im Internet … Diese und andere bunte Kurznachrichten zum Mitreden für Abonnenten aus der vielfältigen Welt des Spielens.
Im kanadischen Vancouver tritt am Montag und Dienstag das Pokerprogramm Polaris gegen die Pokerprofis Phil Laak und Ali Eslami an. Nach Einschätzung von Experten dürfte der Kampf Mensch gegen Maschine diesmal noch zu Gunsten der menschlichen Spieler entschieden werden. Polaris wurde von Forschern der kanadischen University of Alberta entwickelt. Insgesamt sind während des zweitägigen Bewerbs vier Matches zu je 500 Runden Texas Hold 'Em angesetzt. Um den Faktor Glück zu minimieren, wird das Polaris-Programm in einem Raum dieselben Karten erhalten, die der Profi im anderen Raum erhält, und umgekehrt. Haben die beiden Profis am Ende gemeinsam mehr gewonnen als der Pokerroboter, wird das Match für sie gezählt.
Beim Schach wurde der Wettkampf zwischen Mensch und Maschine bereits 1997 entschieden. Damals hatte der damalige Schachweltmeister Garri Kasparow gegen den IBM-Rechner Deep Blue das Nachsehen. Poker ist nach Expertenmeinung einem Computer allerdings nicht so einfach beizubringen wie das "Spiel der Könige", da es wesentlich mehr Unwägbarkeiten gebe.
Sektenvorwurf gegen Spieleverlag
Gerüchte, wonach die Besitzer von Schloss Blumenthal bei Aichach einer Seke angehören sollen, gibt es seit Längerem. Jetzt hat sich der Schlossbetreiber zu einer Anzeige wegen Rufschädigung und Verleumdung entschlossen, der sich auch die Inhaber des Spieleverlags Flower Of Life Publishing Company Kolja Sparrer und Karl Wenning angehängt haben. Das berichtete die "Augsburger Allgemeine".
Die beiden Verleger des Spiels TAC sind Mitbewohner des Schlosses. "Anfangs haben wir diese Gerüchte noch mit einem gewissen Amüsement betrachtet, inzwischen ist die Vorgehensweise der verdächtigten Person jedoch derart penetrant, dass uns nichts anderes übrig geblieben ist, als Anzeige zu erstatten", wird Schloss-Geschäftsführer Karl Giggenbach-Cahusac de Caux zitiert. Derzeit ermittle die Aichacher Polizei in der Angelegenheit, die Staatsanwaltschaft wurde laut Polizei noch nicht eingeschaltet.
Den Argwohn des vermeintlichen Gerüchteverbreiters hat der Name des Spieleverlags erweckt: In den USA gibt es eine "spirituelle Vereinigung" mit dem Namen Flower of Life. Dabei handle es sich um eine zufällige Namensgleichheit. Weder der Spieleverlag noch Schloss Blumenthal, das für vielfältige kulturelle Aktivitäten genutzt wird, ein Restaurant und ein Hotel beherbergt, hätten mit einer Sekte etwas zu tun.
Schmidt liefert Knut-Puzzles
Auch wenn der kleine Eisbär im Berliner Zoo mittlerweile schon ziemlich halbstark daherkommt und etwas von seiner liebenswerten Tollpatschigkeit verloren hat, steht für die Millionenschar seiner Fans rund um den Globus längst fest: "Knut bleibt gut!" Für alle, die den weißen Schmusebär in bester Kuschel-Erinnerung behalten möchten und sich davon immer wieder selbst ein Bild machen wollen, gibt es den pelzigen Star jetzt auch als Puzzle.
Lizenziert von 'Respect Habitats.Knut' – die Einnahmen kommen dem Berliner Zoo zugute – liefert die Schmidt Spiele GmbH seit diesem Monat den drolligen Baby-Bär in kleinen gestanzten Puzzle-Teilchen. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gibt es je drei unterschiedliche Motive mit 20 bis 500 Teilen.
Jeder vierte Internetnutzer spielt im Internet
Die Gemeinde der Online-Gamer wird immer größer. Eine internationale Studie des Marktforschers ComScore ergab im Mai dieses Jahres 217 Millionen "unique visitors" auf Online-Gaming-Plattformen. Das entspricht einem Zuwachs um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Autoren der Studie betonen, dass Online-Gaming-Plattformen für Werber höchst interessant sind, da sie ein Viertel aller Internetnutzer weltweit auf ihre Seite locken.
Möglichkeiten sieht die Industrie vor allem bei In-Game-Werbung. "Das ist derzeit ein junges und heißes Thema", betont Markus Schaffrin, Fachbereichsleiter beim eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. Allerdings sei es wichtig, die Werbung dezent zu platzieren. "Die Spiele sollen so real wie möglich sein. Da gehört Werbung natürlich auch dazu wie etwa die Bandenwerbung bei Sportgames", so Schaffrin. Mit aufpoppenden Werbebannern oder Werbeblöcken, die das Spiel unterbrechen, verärgere man hingegen die Spieler.
Die beliebteste Gaming-Plattform hat nach wie vor Yahoo. An zweiter Stelle rangiert die Plattform MSN Games (in Europa hingegen an erster Stelle) Das am schnellsten wachsende Gaming-Portal unter den Top Ten ist WildTangent Network, das innerhalb eines Jahres um 389 Prozent wuchs.
Im Schnitt besuchte ein Nutzer eine Gaming-Plattform neun Mal im Monat. WildTangent Network liegt dabei mit zwölf Besuchen pro Nutzer über dem Durchschnitt. Wissens-, Strategie-, Brett- und Kartenspiele gehören dabei zu den beliebtesten Spielen auf den Plattformen.
Bayer wirbt mit Online-Game für Schmerzmittel
Der Pharmakonzern Bayer hat das Onlinespiel Aleviator gestartet, um eine jüngere Zielgruppe auf das Schmerzmittel Aleve Liquid Gel aufmerksam zu machen. Das vor allem von Patienten über 50 Jahren gegen Arthritis und Rückenschmerzen eingesetzte Mittel Aleve gibt es bereits seit 13 Jahren. Bayer, das eine offene Bewerbung des Mittels vermeidet, hofft auf einen viralen Effekt, so dass die User das Spiel an ihre Freunde weiterleiten.
Um diesen Effekt hervorzurufen, spendet Bayer jedes Mal, wenn das Spiel bis zum Ende gebracht wird, einen Betrag zwischen fünf und zehn Dollar an die Umweltorganisation Conservation Fund . "Wenn man mit dieser Art von Einbindung des Konsumenten durchkommt, ist es wichtig, eine Belohnung anzubieten", begründet Jay Kolpon, Marketing-Manager bei Bayer HealthCare, die Spendenaktion. Die User erfahren erst im Nachhinein, dass ihre Teilnahme am Spiel zu einer Spende führt.
Die Hauptcharaktere des Spiels sind der Forscher Al und die Reporterin Eve, die eine Online-Verschwörung der Organisation People Against Internet Networking (P.A.I.N.) aufdecken. Die Spieler haben die Aufgabe, nach Hinweisen in Videoclips zu suchen und Webseiten aufzurufen, um den Informationsfluss wieder in Schwung zu bringen. Die Story sei als erweitete Metapher für das Schmerzmittel zu verstehen, erklärt Fabio Gratton, Mitbegründer von Ignite Health, einem auf das Gesundheitswesen spezialisierten Marktingunternehmen.

… wenn Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas erleben.