Klassisches Dilemma
Schmidt verspricht mit diesem Spiel aus der neuen EasyPlay-Reihe nicht zu viel: einfach, aber gut.
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Startaufstellung einer Partie Big Points. Fotos: Schmidt |
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Beispiel eines Endstandes. Der Spieler würde für seine beiden roten Scheiben 2x4 Punkte kassieren, für die lila Scheibe 2, für Grün und Schwarz nichts. Da er allerdings insgesamt vier verschiedene Farben gesammelt hat, bringen die beiden weißen Scheiben noch 2x4 Punkte. Zusammen macht das 18 Punkte. |
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Das Ehepaar Ditt hat schon einmal mit sehr viel Materialaufwand ein mäßig aufregendes Spiel gemacht. Das hieß Nautilus und war auch im Handel kein großer Brüller.
Davon ließen sich die Hobby-Autoren und schreibbessenenen Spieler nicht entmutigen. Und das war gut so. Big Points kann sich als Zweitlingswerk sehen lassen.
Auf ein Thema wurde verzichtet. Das wäre nun wirklich aufgesetzt, denn "Easy Play" steht auf der Schachtel und da muss man sich nicht zwangsläufig in irgendwelche Welten hineindenken. 60 Holzscheiben in fünf verschiedenen und zwei Sonderfarben Farben werden wahllos zu einer Schlange ausgelegt, ans eine Ende kommen die fünf Spielfiguren, ans andere eine Treppe, die man zuvor aus Kartonteilen zusammengesteckt hat. Und schon geht's los!
Wer an der Reihe ist, zieht eine beliebige Spielfigur auf der Schlange, und zwar auf die nächste freie Holzscheibe in der Farbe der Figur.
Der Erste sorgt für fette Punkte
Die Raffinesse von Big Points ist sich für dei richtige Figur und damit für die richtige Farbe zu entscheiden. Man sammelt nach und nach Holzscheiben ein ohne noch zu wissen, wie viele Punkte jeder einzelne davon am Ende wert sein wird. Das hängt davon ab, welche Figur als erste, welche als zweite usw. aufs Treppchen gezogen wird. Alle Holzscheiben in der Farbe der ersten Figur sind bei der Endabrechnung vier Punkte wert, alle der zweiten Figur drei Punkte. Sie bringen also "große Punkte", oder eben "big points", wie das im Englischen heißt. Die fünfte Farbe bringt gar keine Punkte mehr.
Jedes Mal neu abwägen
Doch was heißt nun richtige Entscheidung? Dazu muss überlegt werden, welche Scheiben und damit welche Farbe man mit welcher Figur ergattern kann. Eingesackt wird nämlich nicht die Holzscheibe, auf die gezogen wird, sondern eine der beiden nächstgelegenen freien in oder gegen die Laufrichtung.
Man hat also ein klassisches Dilemma: Man bewegt eine Farbe immer weiter Richtung Ziel und damit zu möglichst vielen Punkten, wird aber gleichzeitig selten eine Scheibe in genau dieser Farbe ergattern, auf die man quasi setzt (erst recht nicht, wenn man beim Auslegen der Schlange darauf achtet, dass niemals zwei Holzscheiben gleicher Farbe nebeneinander liegen).
Wie eingangs erwähnt, gibt es Holzscheiben in zwei außertourlichen Farben, die taktisch die Spannung erhöhen. Sie werden beim Auflesen gleich behandelt wie Holzscheiben in den Farben Grün, Blau, Rot, Gelb und Lila.
- Ergattert man eine weiße Scheibe, passiert einmal nichts. Es ist aber gut, möglichst viele davon zu haben: Jede von ihnen ist bei der Abrechnung so viele Punkte wert, wie unterschiedliche (bunte) Farben gesammelt wurden.
- Ergattert man eine schwarze Scheibe, darf sie nach einem späteren Zug für einen weiteren Zug eingesetzt werden. Und nicht nur das – sie bietet die einzige Möglichkeit auch rückwärts zu ziehen.
Das kann gegen Ende des Spiels den Ausschlag geben. Angenommen die grüne Spielfigur wurde bereits ganz oben aufs Treppchen gezogen, womit jede grüne Scheibe vier Punkte bringt. Dennoch liegen noch grüne Scheiben hinter den anderen Spielfiguren innerhalb der Schlange. Da man weiß, dass Grün vier Punkte bringt – warum sollte man sie liegen lassen?!
Ideal für zwischendurch
Kein abendfüllendes Programm, aber diesen Anspruch erhebt das Spiel auch gar nicht. Es ist jedoch ein schönes, schnelles Spiel für den Beginn oder das Ende eines Spieleabends und für zwischendurch. Den Reiz von Big Points machen zwei Dinge aus. Einmal die wirklich einfachen Regeln, da kann wirklich jeder sofort mitspielen, und einmal die Spannung, die mit einfachsten Mitteln bis bis fast ans Ende aufrechterhalten wird.
Freilich gibt es auch Spieler, denen das alles zu einfach gestrickt ist. Aber die sind durch die Packung vorgewarnt: "Easy Play" steht drauf!
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Nr. 974: Easy Play: Big Points |
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Spielwiese-Code | |
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2008: Schmidt |
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Themen: abstrakt
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Spielanleitung zum Herunterladen |
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Auszeichnungen
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