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Spielwiese-Test 1290: Team up

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Bei kooperativen Spielen kämpfen die Spieler meist gemeinsam gegen ein Ungeheuer oder einen eine imaginäre Bedrohung. Nichts dergleichen bei Team up!. Hier sind es 27 kleine Pakete aus Holz, die bezwungen werden wollen.

 

Nr. 1290: Team up! | Spielwiese-Code  |  | E | 7 |  |


2018: Helvetiq

 Was ist's? 
  • Bauspiel für 1 bis 4 Spieler ab 7 Jahre
  • Autor: Hadi Barjatm, Sebastien Pauschon
  • Grafik: Katie Burk, Lucas Florian Felix
  • Spieldauer: 20-30 Minuten
  • Verlag: Helvetiq
  • ca.-Preis: 30,– €

 Für wen?  

  • Für alle, die immer schon mal im Amazon-Lager Bestellungen optimal zusammenstellen wollten

 Was braucht's?  

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
   

 

 
  Überlegen ist angesagt: Wie verbaut man 27 unterschiedlich große Pakete auf einer Palette? Karten geben die Reihenfolge vor. Primär eine Denkaufgabe, aber Team up! hat ausreichend  spielerische Züge.

Bild: spielwiese.at

   

 Die gute Nachricht  

Hervorragendes Spielmaterial

 Die schlechte Nachricht  

Es gibt immer einen Grübler am Tisch


 

 Rein ins Spiel!  

Team up! fordert den Lagerarbeiter in dir heraus und stellt uns vor eine organisatorische Aufgabe. Wie stapelt man Pakete so auf einer Palette, dass der Stapel aus möglichst vielen vollständigen Etagen besteht? Dabei müssen selbstredend ein paar Regeln beachtet werden.

Das Spielmaterial von Team up! zieht die Spieler sofort ihn seinen Bann. Auch bei dieser Neuheit des Schweizer Verlags ist es wieder hervorragend. Eine kleine 12 x 8 Zentimeter große Europalette (natürlich auch aus Holz), ein neutrales quaderförmiges Paket als Basis und 27 unterschiedlich große Pakete, von denen jedes auf einer Seite mit einer der drei Spielfarben bedruckt ist: Rot, Blau oder Weiß. Alles liegt am Tisch und wartet auf den ersten Spieler.

Um es vorweg zu nehmen: Für jede vollständig verbaute Etage gibt es fünf Punkte und 25 Punkte sind das Maximum. Das ist … alles andere als einfach zu schaffen. Denn mit Grübeln allein ist es nicht getan. Das Spiel wird auch vom Zufall gelenkt. Das kann man mögen oder nicht, es sorgt jedenfalls trotz Kooperation für ein bisschen Wettbewerb unter den Spielern. Denn der Zufall kommt in Form von 36 Karten und wer an der Reihe ist, muss die Vorgabe der Karte beachten, die er aufgedeckt hat. Es gibt eine von drei Möglichkeiten: Die Farbe des Pakets, das der Spieler verbauen muss, die Form des Paketes oder, bei sechs Karten, darf aus zwei verschiedenen Formen gewählt werden. Gespielt und gestapelt wird abwechselnd reihum.

Die wichtigste Regel lautet, dass das Paket immer mit der farbigen Seite noch oben gelegt werden muss.

Wäre doch gelacht, scheint ja sehr simpel! Schon nach zwei, drei Paketen gehen die Diskussionen los. „Ich würde ja …“ oder auch ein „Ich glaube, es ist besser …“ und andere gutgemeinte Ratschläge bleiben nicht aus. Denn natürlich muss ein neues Paket an ein anderes angelegt werden, natürlich darf ein Paket nicht über den Rand hinausstehen, und zu allem Überfluss lautet eine Regel, die besonders gemein ist: Zwei in der Form gleiche Pakete, egal welcher Farbe, dürfen einander nicht vollständig berühren. Die Schweizer Spieleentwickler haben das "Klonen" getauft. Besonders an dieser Regel hat man als Spieler immer wieder zu kiefeln. Das Nicht-übersehen erfordert hohe Aufmerksamkeit. Aber dafür hat man ja das wohlwollende Team.

Team up! kann sehr gut auch mit Kindern gespielt werden. Oder auch allein. Nebenbei fördert es das räumliche Denken. Bei der Abrechnung, wenn entweder alle Pakete verbaut sind (selten), alle Karten benutzt wurden (öfter) oder sich die Gruppe einig ist, dass einfach nichts mehr geht, wird abgerechnet. Jede vollständige Etage zählt fünf Punkte, jedes übrig gebliebene Paket zählt einen Minuspunkt, und auch Karten, die  Spieler beiseite legen mussten (weil z.B. gar kein rotes Paket mehr vorhanden war), zählen einen Minuspunkt.

Was passiert? Man will es nochmal spielen und – Wäre doch gelacht! – es dieses Mal besser machen. Oder Team up! variieren. Ein Team fordert das andere heraus, bei gleicher Kartenreihenfolge ein besseres Ergebnis zu erzielen. Und wer der perfekten Lösung nahekommen will: Die 36 Karten sind nummeriert; werden sie in aufsteigender Reihenfolge gespielt, müsste es sich ausgehen. Theoretisch, zumindest.

 

 Nochmals spielen?  

Ja, doch. Denn es ist eine angenehme unaufgeregte Herausforderung und einfach schön.

 Rund ums Spiel  

Das Rezensionsexemplar wurde von Helvetiq zur Verfügung gestellt

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