Zähe Sache
Wer ist am Ende der beste Zocker? Mit dem neuen Spiel lässt sich die Frage nicht beantworten.
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54 verschiedene Aufgaben enthält das Spiel Zocken!.
Fotos: Schmidt
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Das Erklärungssystem der Karten ist gut: Links oben ist angegeben, wie viele Spieler beteiligt sind, oben in der Mitte, wie viele Chips es zu ergattern gibt, die Zahl rechts oben gibt an, mit wie vielen Würfeln gespielt wird, unten zeigt die Hand an, wie viele Versuche man hat. Ein roter bzw. grüner Punkt rechts unten besagt, ob Würfel zur Seite gelegt werden dürfen oder nicht. |
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Die Idee wäre nicht so schlecht: Karten geben unterschiedliche Aufgaben vor, die man mit mehr oder weniger Würfeln zu lösen hat, und wer am schnellsten seine Aufgaben erledigt hat, ist der Sieger.
Auch die Aufgaben selbst sind durchaus viel versprechend für Zocker: In drei Versuchen mit fünf Würfeln zu einem Full House zu kommen; man darf keine Einsen würfeln, die Summe von drei Würfeln muss eine Zahl zwischen 9 und 12 ergeben; mit acht Würfeln müssen in drei Versuchen vier unterschiedliche Paare herauskommen, wobei passende Würfel nach jedem Versuch zur Seite gelegt werden dürfen ... usw. Insgesamt enthalt das Spiel 54 verschiedene Aufgaben.
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Ausgezeichnete Alternativen für ausgefuchste Würfler hat die Spielwiese in der Serie Die 10 besten Zocker-Spiele vorgestellt. |
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Gut ist auch das Spielmaterial: klassische rote Pokerwürfel mit weißen Augen, große grüne Chips sowie die Aufgabenkarten, die selbsterklärend sind.
Mühsam
Daran kann es also nicht liegen, dass Zocken! trotzdem eine fade Sache ist: Eine Partie dauert einfach zu lange!
Von der Anzahl der Spieler abhängig, muss jeder zwischen vier und sechs Aufgaben lösen. Das klingt nach gar nicht viel, aber es zieht wie ein Strudelteig, bis eine Aufgabe nach der anderen abgehakt ist. Gut gemeint und durchaus ein Plus, weil dann mehrere oder alle eingebunden sind, sind jene Aufgaben, bei denen der aktive Spieler gegen andere kämpft. Wer würfelt z.B. schneller eine 1 oder vier gleiche Zahlen?
Schafft dies ein anderer als der aktive Spieler, dann bleibt der aktive Spieler auf seiner Aufgabenkarte sitzen und muss es beim nächsten Mal wieder versuchen.
Gegen Chips, die es bei jeder Aufgabe zu gewinnen gibt, kann man seine Aufgabenkarten austauschen und andere Eingriffe vornehmen. Damit wird das Spiel jedoch auch nicht kürzer. Die vom Verlag angegeben 30 Minuten sind von übesrschwänglichem Optimismus geprägt.
Nach Mau Mau-Manier gewinnt übrigens der Spieler, der als Erster seine Karten losgeworden ist. Bei unseren Tests wollten diesen Zeitpunkt verschiedene Gruppen jedoch erst gar nicht mehr abwarten. Fazit: Zocken! ist nur was für wirklich lange, lange Hüttenabende bzw. für Hardcore-Würfelfreaks.
Ärgernis Verpackung
Schon aus Kostengründen sind die Verlage die letzten Jahre eher vorsichtig geworden, ihre Spiele in allzu große Schachteln zu stecken. Doch hier liegt eine wahre Mogelpackung vor. Für die 55 Karten, 36 Chips, acht Würfel und eine Anleitung hätte ein halb so großer Karton völlig gereicht. Auch das trübt den Gesamteindruck.
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Nr. 954: Zocken |
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Spielwiese-Code | |
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2007: Schmidt
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Themen: keines
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Spielanleitung zum Herunterladen |
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Auszeichnungen
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-Service:
… das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als alle Gesetze der Welt.